Josef Schauberger aus Garmisch-Partenkirchen in Peru erschossen

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    • 20.02.13
    • Garm.-Part.
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Vom eigenen Wachmann

Garmisch-Partenkirchner in Peru erschossen

Garmisch-Partenkirchen - Der Garmisch-Partenkirchner Josef Schauberger (65) ist am Dienstagmorgen in seinem Haus in Peru ermordet worden - von seinem eigenen Wachmann. Schauberger gilt als Erfinder des Oktoberfestes in Lima.

Josef Schauberger (65) ist am Dienstagmorgen in seinem Haus in Peru ermordet worden.

Die schreckliche Tat ereignete sich am Dienstag gegen 6.30 Uhr im Haus von Josef Schauberger und seiner peruanischen Frau in Lima. Nach Angaben von peruanischen Medien soll Schauberger den 22-jährigen Wachmann Herman Quispe Astupillo ertappt haben, als dieser Bargeld stehlen wollte. Danach soll es zu einem Streit gekommen sein. Dabei feuerte Astupillo, der erst drei Tage zuvor von Schauberger eingestellt worden war, mit einem Gewehr der Marke Remington, Kaliber 12, auf den Unternehmer. Peruanische Medien berichten von drei und fünf Schüssen. Schauberger soll sofort tot gewesen sein. Die Waffe stammt aus dem Bestand des Garmisch-Partenkirchners, sieben weitere Gewehre wurden sichergestellt.

Wachmann flüchtete mit Auto des Opfers - GPS-Sytem verriet ihn

Der Täter ergriff mit dem Kia Sorento des 65-Jährigen zunächst die Flucht. Das GPS-System des Wagens und Hinweise der Familie führten die Polizei auf die Spur des mutmaßlichen Mörders. Er wurde festgenommen und dem Staatsanwalt vorgeführt.

Schauberger war in den 1970er Jahren von Garmisch-Partenkirchen nach Peru ausgewandert. Zuletzt lebte er in Chaclacayo, einem Stadt in der Provinz und Region Lima. Er war dort im Autohandel tätig. Berühmt wurde er, weil er das peruanische Oktoberfest in Lima gründete und danach weiter organisierte. Nachbarn beschrieben ihn in den nationalen Medien als "sehr nett" und "sehr angenehm". Sie zeigten sich erschüttert von der Tat und forderten eine harte Bestrafung des Mörders.

Drama in Peru: Garmisch-Partenkirchner erschossen

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Zu seiner Heimat pflegte er weiter enge Bande. So feierte er erst vor wenigen Wochen im Werdenfelser Land mit Familie und vielen Freunden seinen 65. Geburtstag. Viele Wegbegleiter besuchten ihn auch in Südamerika. Auf seinem Geländewagen, mit dem der mutmaßliche Mörder flüchtete, hatte er Aufkleber vom Freistaat Bayern und von der Alpinen Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen.

Schauberger hinterlässt eine Frau, drei Töchter und drei Enkelkinder. Der Staatsanwalt hat angekündigt, dass die Leiche nach Deutschland überführt werden darf.

So berichten die peruanischen Medien mit Videos über den Mord an Josef Schauberger.

matt/tab

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