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Jahresversammlung des Landesbundes für Vogelschutz: Protest bleibt aus

Jahresversammlung des Landesbundes für Vogelschutz: Protest bleibt aus

Garmisch-Partenkirchen - Vor 250 Delegierten stellte Ludwig Sothmann vom Landesbund für Vogelschutz klar: Es ist gut, dass Olympia 2018 in Südkorea stattfindet. Dies war ein Thema auf der Jahresversammlung.

Als der Landesbund für Vogelschutz (LBV) einen geeigneten Ort für seine Jahrestagung 2011 gesucht hatte, lief die deutsche Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 noch auf Hochtouren. „Die Auswahl von Garmisch-Partenkirchen als Ort für diese Versammlung ist also kein Zufall“, sagte der Vorsitzende Ludwig Sothmann. Denn für den Fall, dass der Markt mit München und dem Berchtesgadener Land im Juli den Zuschlag bekommen hätte, hatte sich der Verband vorbehalten, hier energisch gegen eine Ausrichtung zu protestieren. Nun aber „zieht die Karawane auf ihrer Kunstschneebahn nach Südkorea weiter, und das ist gut so“, sagte der Vorsitzende unter dem Applaus der rund 250 Delegierten am Samstag im Kongresszentrum von Garmisch-Partenkirchen.

Vor Sothmanns rund einstündiger Rede hatten Regierungspräsident Christoph Hillenbrand, Landrat Harald Kühn und Bürgermeister Thomas Schmid ihre Anerkennung für die Arbeit des LBV zum Ausdruck gebracht. „Die Schönheit der Natur zu bewahren, ist eine Herausforderung“, sagte beispielsweise Hillenbrand, und die könne nur bewältigt werden, wenn weiter - wie durch die Arbeit des LBV - auch Jugendliche an Artenvielfalt und Naturschutz herangeführt würden. Für Kühn leistet der LBV einen wichtigen Beitrag zum Schutz der heimischen Ökosysteme.

Ein wichtiges Thema dieser Tagung war die Energiewende. Dort sieht der LBV-Vorsitzende besonderes Potential in einer stärkeren Nutzung der Windkraft.

Gute Nachrichten enthielt der Jahresbericht für den Etat. Für 2010 weist der LBV bei einem Gesamthaushalt von fast 10 Millionen Euro ein positives Ergebnis von 700 000 Euro aus. Der Verwaltungsaufwand macht bei den Ausgaben nur rund fünf Prozent aus. Die öffentlichen Zuwendungen betragen zirka 31 Prozent des Haushaltes. Mit 75 000 Mitgliedern und Förderern fühlt sich der Verband bayernweit gut aufgestellt. Um seine Aufgaben weiterhin erfolgreich schultern zu können, soll der Beitragssatz der Mitglieder aber von 40 auf 48 Euro jährlich erhöht werden.

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