Erdbeben in der Schullandschaft: Die Folgen in Murnau und Garmisch-Partenkirchen

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    • 11.07.12
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Erdbeben in der Schullandschaft: Die Folgen

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Murnau / Garmisch-Partenkirchen - Es ist ein Erdbeben in der Schullandschaft - und die Nachricht brach auch so überraschend wie ein Erdbeben über den Landkreis Garmisch-Partenkirchen herein. Die Kirche schließt die Schule in Schlehdorf.

© Thomas Sehr

Ein schwerer Tag: (v. l.) Weihbischof Wolfgang Bischof, Ressort-Leiterin Dr. Sandra Krump vom Erzbischöflichen Ordinariat und Pressesprecherin Bettina Göbner erläutern Redaktionsleiter Matthias Holzapfel die Gründe für die Entscheidung zur Schule in Schlehdorf.

Die Stimmungslage könnte unterschiedlicher nicht sein. Weihbischof Wolfgang Bischof sprach am Mittwoch bei einem Redaktionsbesuch von einem „sehr traurigen und schmerzlichen Einschnitt“. Landrat Harald Kühn (CSU) freute sich über einen „historischen Tag für die Bildungslandschaft in der Region“. Tatsächlich war es ein Tag, an dem die Schullandschaft im Kreis Garmisch-Partenkirchen mit einem Mal ein völlig neues Gesicht erhielt.

Das Bayerische Kultusministerium gab mittags offiziell bekannt, dass es die Knaben-Realschule Murnau ab September 2013 auch für Mädchen öffnen werde. Damit folge es dem vielfach vorgetragenen Wunsch von Eltern, des Gemeinde- und des Kreistags, sagte Minister Ludwig Spaenle (CSU) im Gespräch mit dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt. Mit dem Landrat und Murnaus Bürgermeister Dr. Michael Rapp habe er die Planungen bis zur Genehmigung stets besprochen und vertieft; Fachleute seines Ministeriums hätten vertrauensvoll Gespräche mit Vertretern des Erzbischöflichen Ordinariats als Träger der Schule in Schlehdorf geführt.

Dort informierte die Leiterin des Ressorts Bildung im Ordinariat, Dr. Sandra Krump, die 28 Lehrer und die wiederum fast 400 Schülerinnen über die aktuelle Entwicklung. Demnach wird die Einrichtung ab dem Schuljahr 2013/14 keine Kinder mehr aufnehmen; alle Mädchen, die die Schule schon jetzt oder ab September besuchen, können dort aber noch den Abschluss machen. Im September 2018 schließt das Haus. „Es gibt von unserer Seite schon Verständnis für die Eltern in Murnau, trotzdem, für uns ist es ein sehr trauriger und schwerer Tag“, sagte sie. Krump betonte, dass die Entscheidung der Kirche eine Reaktion auf die Genehmigung des Ministeriums sei.

Bischof betonte, dass sich die Kirche nicht aus der Bildungslandschaft in der Region zurückziehe. Im Gegenteil, sie stärkt dafür die St.-Irmengard-Schulen in Garmisch-Partenkirchen. Dort können ab 2013 mehr Mädchen (also anstelle von Schlehdorf) die Realschule besuchen, und das Ordinariat schafft ein Oberstufenzentrum mit einer neuen Fachoberschule. „Das ist beispielhaft“, betonte Krump. Bei einem Träger und an einem Ort können Jugendliche auf zwei Wegen die Hochschulreife erreichen: über das Gymnasium oder Realschule und FOS.

Starten soll die FOS bereits September 2013, zunächst nur für Mädchen. „Wir wollen aber mit dem Lehrerkollegium ein pädagogisches Konzept erarbeiten, das für Mädchen und Buben geeignet ist“, sagte Krump. „Wir nehmen uns dazu ein bisserl Zeit.“ Der Weihbischof will dabei „genau hinschauen: Was ist notwendig für die Region? Wir wollen uns zu den Bedürfnissen hinkehren, damit der Ort und das Leben dort gestärkt werden.“

Matthias Holzapfel

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