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Gute Freunde: Bürgermeister Dr. Michael Rapp (l.) und Landrat Harald Kühn (beide CSU) lassen sich nicht gegenseitig im Regen stehen.

Nachfolge für Landrat Kühn: CSU-Parteifreunde stellen sich hinter Rapp

Garmisch-Partenkirchen - Es kristallisiert sich immer deutlicher heraus: Der Murnauer Bürgermeister Dr. Michael Rapp wird für die CSU im März 2014 als Landrats-Kandidat in den Ring steigen.

Dr. Michael Rapp (58) soll’s machen. Das ist der einhellige Wunsch der drei Isartaler Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (Krün), Adolf Hornsteiner (Mittenwald) und Hansjörg Zahler (Wallgau). „Wir würden es gerne sehen, wenn er für die CSU als Landrat kandidieren würde“, sagte Schwarzenberger gegenüber dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Murnauer Tagblatt und sprach auch im Namen seiner beiden Kollegen. Dieses klare Bekenntnis für den Murnauer Rathauschef ist umso erstaunlicher, weil es offenbar ohne Absprache mit Landrat und Kreisvorsitzendem Harald Kühn vonstatten geht.

Doch viele CSU-Vordere nehmen es dem Landrat übel, dass er seine Landtagskandidatur lange geheim hielt – auch vor Parteifreunden.

Immerhin kündigt Kühn einen Kandidaten „mit überparteilichen Profil“ an. Und nicht wenige glauben, dass damit nur sein Murnauer Parteifreund Rapp gemeint sein kann. Über seine Ambitionen schweigt der gelernte Gymnasiallehrer beharrlich - auch wenn das Christlich Soziale Bündnis um den Vorsitzenden und Garmisch-Partenkirchner Bürgermeister Thomas Schmid einen namhaften Kandidanten in das Rennen schicken will: Johann Eitzenberger, Geschäftsleitender Beamter des Kreisortes und Kreisbrandrates.

Rapp kündigt eine Entscheidung für Ende des Monats an. Dabei pfeifen es die Spatzen längst von den Dächern, dass er gegen den ehemaligen Parteifreund Eitzenberger ins Rennen gehen wird. Dessen Kandidatur habe ihn in nicht überrascht, beteuert Rapp, „und beeinflusst mich in keiner Weise“.

Christof Schnürer

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