Es ist vollbracht: Was den Gründern des seit 1999 gemeinnützigen Mittenwalder Vereins zur Förderung des Rettungs- und Notarztdienstes im Isartal so viele Jahre lang Kopfzerbrechen bereitet hat, gehört der Vergangenheit an. Die Schuldensumme von 210 000 Euro für den An- und Ausbau der BRK-Rettungswache am Mittenwalder Anger ist ab der kommenden Woche restlos getilgt.
Seit 2002 gingen, so verkündete Kassier Alois Knilling bei der Jahreshauptversammlung des Rettungs- und Notarztdienstes am Freitagabend, Spenden und Zuwendungen in Höhe von exakt 200 122,53 Euro ein. Der überwiegende Teil davon sei für die Rückzahlung des Bau-Darlehens samt Zinsen verwendet worden. Der Kredit, den die Gemeinde 2004 aufgenommen hat, „kann nun mit einer letzten Rate in Höhe von 5298 Euro zurückgezahlt werden“, sagte Knilling im Gasthof Alpenrose erfreut.
Daraus ergab sich nun aber Handlungsbedarf. „Der ursprüngliche Zweck der Gründung war die finanzielle Unterstützung des Neubaus der Rettungswache“, erklärte der Geschäftsführende Vorstand, Gerhard Schöner. „Wie unser Verein in Zukunft weiter agieren soll, hat eine Satzungsänderung erforderlich gemacht“. Diese ursprüngliche Version datiert auf den 17. September 1999 und musste an die neue Situation angepasst werden. In internen Sitzungen hatte der Vorstand um Mittenwalds Ersten Bürgermeister Adolf Hornsteiner, Nachfolger von Altbürgermeisters Hermann Salminger im Amt des Ersten Vorsitzenden, daher beschlossen, diese Satzung in einigen Punkten zu ändern. Nach Schöners akribischer Erläuterung nahmen die anwesenden Mitglieder die neue Version einstimmig an.
Altbürgermeister Salminger zeigte sich angesichts des Engagements seines Nachfolge-Führungsteams (Bericht zu den Neuwahlen folgt) bewegt: „Die Rettungswache ist nur entstanden, weil wir uns nicht beeinflussen ließen und immer dabei geblieben sind.“ Sein Appell: „Löst den Verein nicht auf und schaut, dass die derzeitigen 261 Mitglieder noch mehr werden. Das ist wichtig für den Ort und für das Isartal.“
Von einer Auflösung des Vereins ist nicht die Rede. Im Gegenteil: „Wir haben jetzt die Möglichkeit, auch andere Hilfsorganisationen der Region zu unterstützen“, betonte Kassier Knilling. „Die finanzielle Entwicklung ist sehr erfreulich.“
















