Garmisch-Partenkirchen - Ein Blick in den geheim gehaltenen Bericht des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes (BKPV) zeigt Überraschendes: Der Verband rechnet beim Bau der Olympia-Sprungschanze mit anderen Zahlen als jenen, die der Öffentlichkeit bekannt sind.

Da war die Welt noch in Ordnung: Am 24. Oktober 2006 stellen (v.l.) Architekt Christoph Mayr, Toni Guggemoos (Vorsitzender des Skiclubs Partenkirchen), Bürgermeister Thomas Schmid und Holger Duffner (Drees & Sommer) das Modell vor, das den Wettbewerb gewonnen hat. Kurz darauf nimmt die Kostenexplosion ihren Lauf. foto: ströter-Archiv
Bislang mussten die Bürger davon ausgehen, dass die Kosten von 9,9 auf 17,24 Millionen, also um 74,14 Prozent, gestiegen sind. Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband jedoch geht in seinem Bericht, der dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt in weiten Teilen vorliegt, von 89 Prozent aus: Der BKPV rechnet von der Ausgangssumme die Kosten für die ursprünglich geplante Hangtribüne und die Flutlichtanlage ab - beides wurde nie gebaut.
„Es liegt in der Natur der Sache, dass Kosten, die im Zusammenhang mit einem Großprojekt entstanden sind, von unterschiedlichen Seiten auch unterschiedlich kommentiert werden“, ließ Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) am Freitag über seinen Stellvertretenden Pressesprecher Johann Eitzenberger wissen.
Wesentliche Aussagen aus dem Abschlussbericht sind in der Wochenendausgabe des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts zu lesen.
Nadja Hoffmann
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