Garmisch-Partenkirchen - Als er das erste Mal nach Garmisch-Partenkirchen kam, war er sich nicht sicher, ob eine Mehrheit der Bürger hinter der Bewerbung für Olympia 2018 steht. Das hat der frühere Staatskanzlei-Chef Siegfried Schneider (CSU) in einem Interview eingeräumt.

© Peter Kornatz
Intensive Gespräche in Garmisch-Partenkirchen: Siegfried Schneider (2. v. l.) am Rande des Bürgerforums im September 2010 mit (v. l.) Christian Neureuther, Elisabeth Koch und Thomas Grasegger. Foto: Peter Kornatz
In einem Gespräch mit dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt/Murnauer Tagblatt (Freitagsausgabe) blickt Siegfried Schneider auf seine Mission in Garmisch-Partenkirchen zurück, auf seine Erfolge und Rückschläge bei der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018. Schneider hatte als Leiter der Staatskanzlei ab November 2009 den Auftrag, "die Interessen vort Ort zusammenzuführen".
Auch auf menschliche Enttäuschungen in den Verhandlungen, die Gespräche mit den Amerikanern über eine Nutzung des Golfplatzes in Burgrain und die Treffen mit dem Eigenümer eines Schlüssel-Grundstücks an der Kandahar-Abfahrt geht Schneider ein. Zum Ergebnis des Bürgerentscheids am 8. Mai sagte er: "Es gab eine klare Mehrheit, die sich dafür ausgesprochen hat."
Die Entscheidung über die Vergabe der Spiele am 6. Juli wird er wohl zu Hause im Kreis Eichstätt verfolgen. Auf die Frage, ob er meint, dass Deutschland den Zuschlag bekommt, anwortete der künftige Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien: "Ich bin sehr optimistisch."
Matthias Holzapfel
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