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Garmisch-Partenkirchen - Olympia-Bewerbung: Es geht munter hin und her

Olympia-Bewerbung: Es geht munter hin und her

Garmisch-Partenkirchen - Gut zwei Wochen nach der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 in Durban attackieren sich die Parteien in Garmisch-Partenkirchen - und das vor allem in der Öffentlichkeit. Die neuen Schriftwechsel:

Als Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) sich kurz nach der Vergabe der Winterspiele 2018 an das südkoreanische Pyeongchang für eine weitere deutsche Bewerbung um Winterspiele im Jahr 2022 aussprach, nahmen die Kontroversen ihren Lauf. „Wir stehen bereit“, konstatierte Schmid in einem Interview mit dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, damit standen auch Befürworter und Gegner bereit.

Die CSU-Fraktionsvorsitzende Elisabeth Koch kritisierte Schmids Aussage als „Schnellschuss“ und „wieder einmal unüberlegt“. Der CSB-Fraktionsvorsitzende Dr. Peter Samstag weist Kochs Kritik seinerseits in einem offenen Brief entschieden zurück. Die Kollegin gehöre „zu den Wenigen, die bereits jetzt mit Schuldzuweisungen auf andere deuten und glauben, auch dabei den Richtigen zu treffen“.

Ihr Vorwurf sei nur damit zu erklären, so Samstag, „dass viele Politiker statt klare Aussagen zu treffen und Meinungen zu haben, gebannt auf die nächste Meinungsumfrage starren oder auch auf den nächsten Bürgerentscheid“. Der CSB-Fraktionssprecher greift selbst die CSU an: Noch 2008 und 2009 hätten die Christsozialen jeweils geschlossen für die Olympia-Bewerbung gestimmt, ohne ein Ratsbegehren zu fordern. 2009 aber hätten sie ihre Politik geändert und ein Bürgervotum verlangt. Samstag stellt fest: Olympia gehöre tatsächlich nicht in den Wahlkampf, wie Koch gestichelt hatte, „Olympia gehört allerdings auch nicht in persönliche Abrechnungen“.

Nur wenige Stunden später erneuerte Koch ihrerseits die Kritik am Bürgermeister, der sich in dieser Sache nicht äußern wollte. Schmids Aussage zu einer zweiten Bewerbung für das Jahr 2022 „ist ein unüberlegtes und in seiner Unangemessenheit für unseren Ort peinliches Vorpreschen“. Samstag irre, wenn er der CSU unterstelle, deren Brief sei eine Abrechnung gewesen. „Es wäre dringend an der Zeit, dass das CSB die bislang so gewohnten wie durchsichtigen Ablenkungsmanöver einstellt und sich den Realitäten stellt.“

Matthias Holzapfel

Rubriklistenbild: © Getty Images

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