Garmisch-Partenkirchen - "Wir sind nicht tot" so lautet die zentrale Aussage von NOlympia-Sprecher Axel Doering einen Tag nach dem verlorenen Bürgerentscheid. Nun will er den Zuschlag verhindern.

In Kampfeslaune: Für die NOlympia-Vertreter Ludwig Hartmann (l.) und Axel Doering bedeutet der verlorene Bürgerentscheid nicht das Ende. Sie wollen sich weiterhin gegen die Olympischen Spiele in Bayern stellen. foto: sehr
Axel Doering kämpft weiter. Die Bewerbung zu verhindern, war nur ein Ziel der Gegner. Damit ist NOlympia nun gescheitert. Ein zweites lautet, dafür zu sorgen, dass Bayern nicht den Zuschlag erhält. „Das wird jetzt relevant“, betont Doering, Sprecher von NOlympia. Konkrete Pläne dafür hat er noch nicht, weitere Aktionen will er nach seiner Reise mit seinen Mitstreitern aus München besprechen.
Für Ludwig Hartmann hingegen, den Mitbegründer des Netzwerks NOlympia, ist die Antwort klar: „Wir respektieren die Mehrheit.“ Dennoch spricht der Grünen-Landtagsabgeordnete angesichts der 58 Prozent, die sich für die Austragung der Spiele aussprachen, von „einem blauen Auge“ für die Bewerbungsgesellschaft. Er kann sich gut vorstellen, dass es für den Zuschlag „vielleicht ein blaues Auge zu viel ist“. Auch für Hartmann ist klar, dass der Kampf weitergehen muss: „Wir streichen nicht die Segel.“
Hartmanns Ambitionen sind ehrgeizig. Denn ihm geht es nicht nur darum, „die Minderheit der Gegner weiterhin zu vertreten“. Er will auch dafür sorgen, „dass das IOC die Spielregeln ändert“. Um das zu erreichen, strebt der Politiker den Austausch mit Olympia-Gegnern anderer Länder an. Er hofft darauf, mit internationalen Kräften beim IOC ein Umdenken „weg vom Kommerz“ hin zum olympischen Grundgedanken mit Fokus auf den Sport bewirken zu können.
Janine Tokarski
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