Geretsried - Die Stadt Geretsried wird keine Nachtbuslinie an den Wochenenden einrichten. Stattdessen fordert sie vom Landkreis, jede in Wolfratshausen ankommende S-Bahn mit einem Bus anzubinden.

Wer mit der S-Bahn in Wolfratshausen ankommt, der soll mit einem Bus weiterreisen können. Diese Forderung richtet der Geretsrieder Stadtrat an den Kreis. Foto: Archiv
„Das ist ja wie Ostern und Weihnachten zusammen“, kommentierte SPD-Ortsvorsitzender Wolfgang Werner den Verlauf der Diskussion am Dienstag im Stadtrat. Auf Anregung der Jusos hatte seine Fraktion beantragt, jeweils drei S-Bahnen in der Nacht zum Samstag und zum Sonntag für eine Testphase von 26 Wochenenden mit einem Bus anzubinden. Die Kosten von rund 13 000 Euro sollten sich nach Möglichkeit die Städte Geretsried und Wolfratshausen teilen (wir berichteten).
Überraschend große Zustimmung fand der Vorschlag in der CSU. Allerdings war sie der Ansicht, dass sich der Antrag an die falsche Adresse richtet. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sei Aufgabe des Landkreises, sagte CSU-Fraktionschef Volker Reeh, „und da gehört er auch hin“. Er schlug deshalb vor, den Antrag gemeinsam im Kreistag einzubringen.
Statt auf eigene Kosten eine Nachtbuslinie einzurichten, beschloss der Stadtrat einstimmig, beim Landkreis eine Busanbindung für alle S-Bahnen zu fordern - und zwar für eine Testphase von mindestens zwölf Monaten. Spätestens 2018, wenn die S-Bahn nach Geretsried rollen soll, hätte sich das Thema ohnehin erledigt, merkte Grünen-Stadtrat Volker Witte an.
(sas)
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