Geretsried/Bad Tölz-Wolfratshausen - Still und leise hat die Lebenshilfe ein Angebot geschaffen, das Familien mit einem behinderten Familienmitglied das Leben extrem erleichtern soll. Die „Regionale Offene Behindertenarbeit“ wurde jetzt vorgestellt.
Die „Offenen Hilfen“ gibt es nicht mehr. Doch wie die Lebenshilfe im Landkreis zeigt, ist es nicht immer ein Grund zum Klagen, wenn ein Angebot wegfällt. Schließlich gibt es nun die „Regionale Offene Behindertenarbeit“, kurz ROB genannt. „Die Aufgaben sind die gleichen“, sagte Lebenshilfe-Geschäftsführer Franz Gulder in einem Pressegespräch. „Nur wurde das Personal enorm aufgestockt. Wir können viel mehr Klienten mit ins Boot nehmen.“
Was sind die Aufgaben der ROB? Ein Aspekt ist der Familienunterstützende Dienst, der von Dagmar Steiner organisiert wird. „Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter, auch Übungsleiter genannt, gehen in die Familien und übernehmen die Betreuung behinderter Familienmitglieder“, so Steiner. So ist es möglich, dass Eltern mal ein freies Wochenende haben. Das Problem: „Viele tun sich schwer damit, Verantwortung abzugeben.“ Deshalb versuchen Steiner und ihr Team, schon dann mit den Familien zusammen zu arbeiten, wenn die Kinder noch klein sind: „Damit die Entlastung für die Eltern sofort nach der Geburt selbstverständlich wird.
Andererseits beinhaltet die ROB auch ein umfangreiches Freizeitprogramm - für geistig Behinderte ebenso wie für körperlich Behinderte. Vom 8. bis 10. März etwa geht es für Interessierte zum Skifahren nach Österreich. Mit Markus Mair konnte ein erfahrener Mann aus der Behindertenarbeit gewonnen werden, der die Betreuung übernimmt.
Kontakt: Die Regionale Offene Behindertenarbeit (ROB) ist unter Telefon 0 80 41/7 92 72 50 oder 0 81 71/91 98 25 erreichbar.
(Von Steffi Brendebach)
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