Geretsried - Im Vergleich zu anderen Städten sind die Parkplatzprobleme in der Geretsrieder Innenstadt immer noch harmlos. Trotzdem beobachten einige Stadträte die Situation rund um den Karl-Lederer-Platz mit zunehmender Sorge.

Neu bebaut werden soll das Grundstück an der Ecke Karl-Lederer-Platz/Hermann-Löns-Weg. Den Bebauungsplan hat der Stadtrat jetzt einstimmig als Satzung beschlossen. Foto: red
Auslöser für die jüngste Diskussion im Stadtrat war das geplante Bauvorhaben an der Ecke Hermann-Löns-Weg. Wie berichtet will der Grundstückseigentümer Volker Reeh das Gebäude, in dem sich sein Fischgeschäft, das Blumenfenster und ein Versicherungsbüro befinden, abreißen. Stattdessen soll ein viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus errichtet werden. Dadurch würde im Erdgeschoss eine größere zusammenhängende Ladenfläche (bis zu 700 Quadratmeter) entstehen, die auch von der Deckenhöhe her (drei statt bisher 2,40 Meter) heutigen Ansprüchen genügt.
Die Parkplatzsituation ist noch nicht abschließend geklärt. Geplant ist, gemeinsam mit der Baugenossenschaft Geretsried (BG) eine Tiefgarage zu bauen. Der BG gehört das am Hermann-Löns-Weg angrenzende Grundstück, auf dem ebenfalls eine neue Bebauung (dreigeschossig) vorgesehen ist. Dort wäre auch eine Rampe in die Tiefgarage möglich. Auf dem Grundstück Reeh müsste aus Platzgründen ein Pkw-Lift eingebaut werden.
Bauamtsleiter Jochen Sternkopf sah die Situation weniger dramatisch. Mit Ausnahme von Dienstagvormittag, wenn Wochenmarkt ist, sowie Freitagnachmittag und Samstagvormittag würden die 130 Parkplätze direkt im Zentrum ausreichen. Notfalls müsse man eben ein Stück laufen. „Aber jeder will halt direkt vor den Laden hinfahren“, merkte Sternkopf an. Er sah es eher positiv, wenn in der Innenstadt alle Parkplätze belegt sind: „Das zeigt, dass sich was rührt.“ (sas)
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