Geretsried - Die Stadt will Zirkusse mit Wildtieren nicht mehr in Geretsried auftreten lassen. Während Tierschützer zu diesem Schritt gratulieren, hält der Circus Crocofant das Verbot für unzulässig.

Schluss mit dem Zirkus: Die Stadt Geretsried möchte Auftritte wie die von Dompteur Christian Walliser und seinen Tigern nicht mehr zulassen. Foto: Archiv
Tierschützer prangern seit langem die Bedingungen an, unter denen Raubkatzen, Elefanten und Bären im Zirkus leben: lange Transporte in engen Käfigen, zweifelhafte Dressurmethoden, nicht beheizbare Wintergehege. Bundesweit für Aufregung sorgte im Dezember 2009 die Tiger-Attacke auf Dompteur Christian Walliser vom Circus Crocofant.
Genau dieses Unternehmen fragte im Dezember vergangenen Jahres wegen eines Gastspiels in Geretsried an und holte sich bei der Stadt eine Absage. „Wir wollen keine Wildtier-Auftritte“ habe es geheißen, erinnert sich Petra Meise vom Circus Crocofant, der wie jedes Jahr sein Winterquartier in Icking aufgeschlagen hat.
Die Familie Meise hält ein Platzverbot für rechtlich nicht zulässig. Die Bürgermeisterin sei nicht dafür zuständig, Gewerbetätigkeit zu unterbinden, sagt Zirkusdirektor Francois Meise. „Wir haben 25 Angestellte und zahlen Steuern wie jedes Unternehmen. In keiner anderen Stadt hatten wir bisher Probleme“, empört sich seine Frau Petra Meise. Es gebe keinen Bundestagsbeschluss gegen wilde Tiere in der Manege.
Hoch erfreut über die Initiative der Stadt ist Albrecht Widmann. Der in Geretsried lebende Tierschützer kämpft seit Jahren gegen die Haltung von Tanzbären, Nashörnern, Löwen und anderen Wildtieren in Zirkussen. Kein Tier vollführe gerne Kunststückchen, ist er überzeugt.
(tal)
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.