Germering - Die WWK- Siedlung wird wohl bald ihren Namen ändern müssen. Der Versicherungskonzern hat die über 900 Wohnungen an die Patrizia Immobilien AG verkauft.

Für viele Ältere sind die Blocks mit den großzügigen Grünflächen seit Jahrzehnten zur Heimat geworden. foto: huc
Das Areal zwischen Spange, Wittelsbacher-, Maximilians- und Münchner Straße ist nicht die erste große Wohnanlage in der Stadt, die das Augsburger Immobilenunternehmen erwirbt. Ihr gehört unter anderem auch schon die Siedlung Nibelungenpark in Neugermering.
Wie dort leben in den WWK-Blocks viele ältere Menschen, nicht wenige seit 40 Jahren. Sie fürchten nun kurzfristig um ihre derzeit für Germering relativ bezahlbaren Mietbedingungen, und längerfristig den Verlust ihrer Bleibe.
Eine offizielle Benachrichtigung vom Eigentümerwechsel haben die Mieter bisher nicht bekommen. Lediglich Mitarbeiter wurden mündlich informiert. Dabei war wohl bereits vor Weihnachten der Notartermin, bei dem die Verträge in trockene Tücher gebracht wurden.
Inzwischen kocht zwischen den Hochhäusern natürlich die Gerüchteküche. Es sei schon durch, dass es einen zehnjährigen Kündigungsschutz, aber kein lebenslanges Mietrecht für über 60-Jährige geben soll. Das kann OB Haas so nicht bestätigen. Zu hören ist auch, dass der Verkaufstermin nicht von ungefähr komme, da die Sozialbindung, der ein Teil der Wohnungen unterliege, zum Jahresende auslaufe. Doch auch dazu gibt es offiziell weder Bestätigung noch Dementi. Weder beim Augsburger Immobilien-Unternehmen Patrizia, noch bei der WWK war jemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
Was die Patrizia Immobilien AG mit dem Wohnblock konkret plant, ist ohnehin noch nicht klar. Auch Oberbürgermeister Haas weiß noch nicht, ob und inwieweit die mit großzügigen Grünanlagen und Tiefgaragen ausgestatteten Gebäude saniert werden. Ebenso ist noch nicht bekannt, ob den Mietern die Möglichkeit eingeräumt werden soll, ihre Wohnungen zu kaufen.
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