Lochham - In Lochham sind 18 neue Bäckermeister geehrt worden. Neben viel Lob gab es auf der Meisterfeier auch mahnende Worte: Die Innung befürchtet, dass die Affäre bei Müller-Brot schlechtes Licht auf den ganzen Berufsstand werfen könnte.

Die frisch gebackenen Meister mit (v.li.): Schulleiter Arnulf Kleinle, Stellvertreter Henrik Passmann, Fachlehrerin Gisela Wuschko sowie (v.re.) Vize-Landesinnungsmeister Manfred Gebel und Geschäftsführer Wolfgang Filter. Foto: sauer
In der Akademie des bayerischen Bäckerhandwerks in Lochham haben am Donnerstag 17 Bäcker und eine Bäckerin ihre Meisterbriefe entgegengenommen und dürfen nun den höchsten Handwerkstitel tragen. „Ihr könnt wirklich stolz auf euch sein“, sagte der Schulleiter Arnulf Kleinle. „Nach der harten Arbeit der letzten Zeit dürft ihr euch jetzt zu Recht Meister nennen.“
Neben dem Lob waren aber auch ernste Töne zu hören. „Wir hoffen, dass ihr der Meisterehre gerecht werdet“, sagte Manfred Gebel, der stellvertretende Landesinnungsmeister des bayerischen Bäckerhandwerks, zu den Absolventen, „und künftig zu Fürsprechern unseres Berufsstandes werdet“.
Doch nicht nur betriebliche Hygiene stand auf dem Lernplan der angehenden Meister. In der sechsmonatigen Ausbildung backten sie täglich und büffelten Betriebswesen, Wirtschaftslehre und Pädagogik. „Die Prüfung verlangt den Schülern Einiges ab“, erzählt Dozent Kurt Biedermeier-Neuperl. „Was die Burschen geleistet haben, ist wirklich super.“
Der frischgebackene Meister Michael Nürnberger ist sich der Verantwortung bewusst, die mit dem Meistertitel einhergeht. „Der Berufsethos des Bäckers ist uns sehr wichtig“, sagte er. „Darum werden wir uns auch in Zukunft besonders anstrengen.“ Doch vor dem Start in den Ernst des Berufslebens als Bäckermeister wurde in Lochham erstmal ausgiebig gefeiert.
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