Gräfelfing - Viel Lokalprominenz und rund 150 Gäste feierten im Bürgerhaus das 50-jährige Bestehen des Malteser Hilfsdienstes in Gräfelfing. Neue Kreisbeauftragte ist Baronin Stephanie Freifrau von Freyberg.

Blumen für die neue Kreisbeauftragte: Landrätin Johanna Rumschöttel, Graf Carl Josef Wolff Metternich, Diözesanleiter München-Freising, Stephanie Freifrau von Freyberg und Bürgermeister Christoph Göbel (v.li.). Foto: Höfle
Pünktlich zum runden Geburtstag des Malteser Hilfsdienstes in Gräfelfing gibt es einen prominenten Wechsel an der Führungsspitze: Die Geschicke des Vereins mit seinen 21 Diensten mit Sitz im Würmtal und den rund 300 Mitarbeitern wird künftig Baronin Stephanie Freifrau von Freyberg leiten. Die gelernte Verlagsbuchhändlerin ist bei den Maltesern alles andere als ein unbeschriebenes Blatt: Von 2004 bis Mai 2011 war sie Stellvertretende Diözesanleiterin des Hilfsdienstes in der Diözese Limburg in den Niederlanden. Weitere Stationen in ihrem Berufsleben waren London, Frankfurt und Berlin, sechs Jahre lang war sie für den Suhrkamp-Verlag mit dem Schwerpunkt Vermarktung von Autorenrechten tätig. Es gehe ihr darum, an Bewährtes anzuknüpfen, benannte die 55-jährige verheiratete Mutter dreier Kinder in ihrer Antrittsrede vor den rund 150 Gästen ihr Ziel: „Durch das Ehrenamt und durch den Dienst am Nächsten ist unsere Welt eine etwas bessere. Dazu beizutragen, zusammen mit allen Maltesern hier in Gräfelfing - das ist mein Anliegen.“
Dabei sah es anfangs nicht gerade nach einer rosigen Zukunft aus, wie Gräfelfings Bürgermeister Christoph Göbel (CSU) humorvoll in seinen Grußworten anmerkte: Mehrere hundert Gräfelfinger seien im Gründungsjahr 1962 regelrecht Sturm gegen den Plan gelaufen, die Hauptniederlassung des Hilfsdienstes in der Würmtal-Gemeinde zu errichten. „Helft, wo ihr wollt, aber nicht in Gräfelfing!“, zitierte der Bürgermeister die damaligen Wortführer „contra“ die Malteser.
Die große Resonanz darauf verdeutliche, „welche Not oft in unserer unmittelbaren Umgebung herrscht“. Für ihre Aufgabe als Kreisbeauftragte sei von Freyberg bestens gerüstet, wandte er sich an die neue Vorgesetzte: „Der direkte Kontakt vor Ort ist enorm wichtig, wenn man sich engagieren will. Man muss die Leute kennen, ihre Nöte und Ängste, Schutz bieten oder einfach als Führungskraft präsent sein. Das alles stellst Du für uns Malteser dar.“
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