Grafing - Langsam wird es eng für die Grafinger Volleyballer. Nach der 1:3-Niederlage in Rüsselsheim müssen Coach Jürgen Pfletschinger und sein Team ernsthaft um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga bangen.
Von Johannes Markmann
Grafing - Eine ganz bittere Pille bringt den TSV Grafing in arge Nöte: Die Zweitliga-Zugehörigkeit der Volleyballer ist in Gefahr. Durch eine 1:3-Niederlage (21:25, 25:22, 20:25, 18:25) bei der TG 1862 Rüsselsheim sind die Bärenstädter nun fester Bestandteil eines Quartetts, das die mindestens zwei Abstiegsplätze mit ziemlicher Sicherheit unter sich ausmachen wird.
Das Grafinger Urgestein David Schirmer konnte die in Rüsselsheim gezeigte Leistung kaum in Worte fassen. „Wir waren von vorne bis hinten einfach nur schlecht. Rüsselsheim hat selbst auch keine gute Leistung gezeigt, wir hätten einfach gewinnen müssen“, ärgerte er sich.
Zum gesicherten Tabellenmittelfeld fehlen den Grafingern nun zwei Siege. Beim anstehenden Restprogramm mehr als bedenklich, denn nach der Auswärtspartie in Friedrichshafen warten nacheinander die sechs Topteams der Liga, gegen die der TSV in der Vorrunde fünf Niederlagen kassierte.
Trainer Jürgen Pfletschinger habe in Rüsselsheim alles ausprobiert, durch Wechsel versucht, dem Spiel eine Wende zu geben. „Nichts hat funktioniert. Das einzige, was nicht katastrophal war, war unser Aufschlag“, so Schirmer. Das größte Lebenszeichen der Mannschaft habe der Coach abgegeben, als er für Proteste gegen die äußerst unzuverlässige Technik am Schreibertisch mit einer Gelben Karte verwarnt wurde.
Ihre Auswärtsschwäche müssen die Grafinger spätestens bis April ablegen, wenn es in den letzten beiden Saisonspielen bei den direkten Konkurrenten VSG Coburg und TSV Friedberg darum gehen wird, den Abstieg zu vermeiden. „Ich bin schon zweimal mit Grafing aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Damals hat es sportlich einfach nicht gereicht. Bei unserem Kader kann es daran dieses Mal definitiv nicht liegen“, versuchte Schirmer, seine Mannschaft wachzurütteln.
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