Grafing - Nach hektischen Tagen des öffentlich ausgetragenen Streits ist im konservativen Lager Grafings Ruhe eingekehrt - allerdings eine trügerische, vordergründige.

„Ich werde nicht mit Ihnen reden“: Renate Schaumber am Freitag zur EZ. Foto: sro
Weder die Kreisvorsitzende der Senioren Union, Renate Schaumberg, die wegen des angeblichen Verkaufs einer Nazi-Broschüre in die Schlagzeilen geraten war, noch Grafings CSU-Chef Josef Carpus, noch CSU-Kreisvorsitzende Angelika Niebler wollten am Freitag den Ausgang eines „Friedensgipfels“ kommentieren, der tags zuvor im Landtag stattgefunden hatte. Es sei absolutes Stillschweigen vereinbart worden, ließ Carpus verlauten, der Schaumberg Ende vergangenen Jahres per E-Mail zum Verkauf der Broschüre befragt, aber in seinen Augen keine ausreichende Antwort erhalten hatte.
Helmut Schaumberg, der Mann von Renate Schaumberg, der laut Zeugenbericht das umstrittene Buch beim Sommerfest der Senioren-Union verkauft haben soll, kündigte gegenüber der EZ unterdessen juristische Schritte an. „Wer mich in die rechte Ecke stellt, der kriegt einen Prozess.“
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