Grafing - Ausnahmsweise mal Lust auf einen Skandal in Grafing? Dann nichts wie hin zu einer der Vorstellungen des Faschingsvarietés. Wer die Premiere am Freitagabend verpasst hat, der hat am Samstag um 20 Uhr oder am Sonntag um 13.30 und um 19.30 Uhr noch eine Chance. Es lohnt sich

Mit einer Mischung aus geordnetem Kinderchaos, Akrobatik, witzigen Sketchen und spritzigen Clowns gelang es den Akteuren des TSV Grafing erneut an große Erfolge der vergangenen Jahre anzuknüpfen.
Die Pointen saßen, nicht nur beim Skandal im Sperrbezirk, den die Grafinger Faschingsbären auf die Bühne brachten. Ein saufender Fahrlehrer und eine arbeitslose Politesse beobachten den Marktplatz der Bärenstadt, auf dem kein Auto mehr fahren darf. Dazwischen ein Uzo-schwingender griechischer Wirt, der ihnen die Welt erklärt. Das hatte echt was.
Bereits von der Eröffnungsnummer „Südsee“ der Kinderturngruppe weg, hatten die Akteure das Publikum auf ihrer Seite. Die Conférence lag bei den ersten vier Nummern in der Hand von Herbert Bayerlein und seinem Helfer Thomas Huber jr., der um 21 Uhr von der Bühne musste. Nicht wegen verbotener Kinderarbeit, sondern eher, weil er um diese Zeit ins Bett gehört, wie Bayerlein witzelte.
Schlümpfe wechselten sich derweil ab mit Vampiren, Huber verabschiedete sich mit einem Kinderwitz: Was ist orange und geht den Berg rauf? „Eine Wanderine.“
Den zweiten Teil des Programms begann die weibliche Turnjugend, bevor wieder die Clowns zum zweiten von drei Potpourris auf die Bühne krabbelten. Wesentlich beweglicher waren da schon die Damen und Herren von High Energie der Grafinger Faschingsbären mit ihrem Auftritt „Liebe und Hass“.
Zwischendurch hatte Bayerlein einen großen Erfolg, als er die Gebrauchsanweisung einer Popcornmaschine vorlas und sich dabei Hinweise auf die jeweiligen Popp-Zeiten und Poppzitate auf der Zunge zergehen ließ. Die Freiwillige Feuerwehr begeisterte anschließend mit einer Betrachtung zu gewerbeaufsichtlichen Vorschriften auf einer Baustelle unter dem Titel „Idee“. „Zu kurz“ wär auch gegangen. Schwarz-Weiß ging es dann mit einem sehenswerten Auftritt der Turngruppe am Schwebebalken weiter, bevor der Wieshamer Hendlstand einen Lieblingsbauern des Faschingsvarietés aufs Korn nahm, der praktisch auf eine Behandlung abonniert ist und nach der aktuellen Vorstellung getrost als prominentester Vertreter seines Berufsstandes im ganzen Landkreis bezeichnet werden darf. Der Mann dürfte von den Prominenten beneidet worden sein, die an diesem Abend zahlreich da waren und insgeheim auf eine Erwähnung gehofft hatten.
Den Schluss bildete die Grafinger TSV-Garde, von der die Ebersberger Zeitung ausrichten soll, dass sie die besten ist.
Das ist hiermit gewissenhaft erledigt worden.
Von Michael Seeholzer
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.