Grafing - Der Aufwärtstrend beim TSV Grafing geht weiter. Gegen den TSV Friedberg siegte die Truppe von Jürgen Pfletschinger am Samstag locker mit 3:0 (25:21, 25:18, 25:19).

Mit dem Erfolg der Volleyballer ist auch der Spaß in die Jahnsporthalle zurück gekehrt. Foto: stefan rossmann
von johannes markmann
Grafing - Die dreiwöchige Spielpause haben die Bärenstädter gut überstanden, in allen Bereichen waren sie dem Gegner klar überlegen. Vor allem profitierten die Grafinger bei ihrem dritten Sieg in Folge vom immer besser in Form kommenden Zuspieler Stanislav Lampart. Der Slowake verstand es gegen Friedberg, seine drei Hauptwaffen, David Schirmer, Benno Voggenreiter und Dejan Stankovic, so einzusetzen, dass diese sich mit vielen Punkten bedankten. Zudem lieferte der Mittelblock um Renaud Doué und Armin Dewes gute Arbeit ab, der Abwehrriegel um Libero Jörg Fredersdorf hielt den Ball deutlich besser im Spiel, als es im Hinrunden-Mittel der Fall war. Vom „Fall Held“ war der Mannschaft am Wochenende nichts anzumerken. Erst wenige Tage zuvor hatte sich Ex-Kapitän Sebastian Held von der Mannschaft verabschiedet, nachdem er kurz vor Weihnachten im Clinch mit Trainer Jürgen Pfletschinger aus dem Kader geschieden war.
„Die beiden Parteien waren so in dieser Saison einfach nicht mehr zusammen zu bringen. Für mich ist die Akte Held aber nicht endgültig geschlossen“, sagte Grafings Manager Marcus Bohle über den Fall. Welche Seite sich letztendlich von welcher getrennt hat, ist nicht restlos zu klären. Schon vor der Saison waren beide Lager nicht gut aufeinander zu sprechen.
Nachdem Held berufsbedingt mehrfach nicht an Training, Spielen und teaminternen Aktivitäten teilnahm, sank sein sportlicher Wert für die Mannschaft weiter (siehe Kommentar). Der Vorstand musste nach EZ-Informationen mehrfach die Wogen zwischen Trainer und Spieler glätten.
Trainer Pfletschinger, selbst ein Angestellter des Vereins, wollte Held nach dessen wachsender Frustration den Spielervertrag kündigen. Ein Alleingang, für den er sich Rüffel vom Vorstand holte und für den er sich entschuldigte. Auch wenn eine Kündigung durch den Trainer nicht möglich ist, war dennoch spätestens an dieser Stelle klar, dass die Zusammenarbeit zwischen Held und Pfletschinger keinen Sinn mehr hatte.
Durch die Trennung vor Weihnachten blieb dem Spieler außerdem die Möglichkeit, sich in der Wechselfrist einer neuen Mannschaft anzuschließen, wovon Held aber keinen Gebrauch gemacht hat. Als neuen Kapitän entschied sich die Mannschaft für Dejan Stankovic.
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