Pullach - Soziale Verantwortung, Kreativität und Zusammenhalt werden am Gymnasium Pullach groß geschrieben. Beweis ist der Weihnachtsbazar, der nach einer „Auftaktveranstaltung“ mit prominenten Gästen in der Aula stattfand.

Die Famile von Senait Michiel stammt selbst aus Eritrea. Das Projekt ist ihr ein großes Anliegen. foto: fkn
Mit dem Erlös des Auftaktabends, für den heuer der bekannte Musikkabarettist Jörg Maurer gewonnen wurde, wird ein Wasserprojekt in Eritrea unterstützt. Das Ziel der Schüler ist hoch gesteckt: Rund 10 000 Euro wollen sie an das von der „Wasserstiftung Ebenhausen“ initiierte Projekt in Deki Tsenay spenden.
Bislang müssen die Bewohner aus dem eritreischen Bergdorf mehr als eineinhalb Stunden zu Fuß gehen, um zum nächstgelegenen Brunnen im Flusstal zu gelangen. Im September wurde in Deki Tsenay auf Initiative der „Wasserstiftung“ mit dem Bau einer Solarpumpstation begonnen, die sauberes Trinkwasser aus dem 176 Meter tiefer gelegenen Nachbarort nach Deki Tsenay pumpen soll. Im Dorf selbst werden zudem sechs Waserentnahmestellen entstehen, und die Schule, an der 1600 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden, will das Konzept der „Wasser-Schule“ übernehmen. Eine „Wasser-Schule“ vermittelt den Schülern einen nachhaltigen Umgang mit Wasser.
Schon 2009 hatte das Pullacher Gymnasium den Erlös seines Weihnachtsbazars nach Deki Tsenay gespendet. 2010 kam das Projekt wegen neuer Gesetzesauflagen der eritreischen Regierung kurzzeitig zum Erliegen. Nun ist es mit dem „Lutherischen Weltbund“ (LWF) als Projektpartner vor Ort erneut angelaufen, unddas Gymnasium ist wieder als Spender dabei.
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