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Schüsse auf Kater: Schrotkugeln zerfetzen Vorderpfote

Warngau - Wenn Simmerl sprechen könnte, er hätte eine schreckliche Geschichte zu erzählen. Schrotkugeln zerfetzten ein Bein des Katers. Jetzt ermittelt die Polizei.

© Thomas Plettenberg

Opfer eines Tierquälers: Simmerl musste ein Bein amputiert werden, nachdem ihn 30 bis 50 Schrotkugeln getroffen haben. Frauchen Herta Mayr hat Anzeige bei der Polizei erstattet.

Es geschah Mitte Januar. Der blaugraue, kräftige Kater war wieder auf Strawanz. Schon einige Male hatte Herta Mayr ihren Simmerl bei einer Bekannten in Bergham abgeholt - eine Anlauf- und Fressstation für den Kater in deutlicher Entfernung zur heimatlichen Basis. Dort tauchte das Tier auch an diesem Tag auf, diesmal allerdings schwer verletzt.

Beim Tierarzt in Lochham wurde ein Verdacht zur Gewissheit: Auf Simmerl war geschossen worden. „Und zwar aus nächster Nähe“, sagt Tierärztin Dr. Trixi Hollwich. 30 bis 50 Schrotkugeln hatten die linke Vorderpfote zersiebt. „Der Fuß war nicht mehr zu retten, wir mussten amputieren“, sagt die Veterinärin.

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Herta Mayr versucht, sich einen Reim darauf zu machen. Sie hat aus dem Verwandtenkreis gehört, dass es technisch durchaus möglich ist, Mausefallen in kleine Selbstschuss-Anlagen umzubauen. Vielleicht habe Simmerl zu oft auf Vögel gelauert; ein gnadenloser Zeitgenosse könnte womöglich unter einem Vogelhäusel so eine Falle versteckt haben, in die der arme Simmerl getappt ist.

An eine solche Selbstschussanlage glaubt die Holzkirchner Polizei eher weniger. Die Ermittler haben vielmehr den Eindruck, dass hier jemand bewusst den Abzug eines Gewehrs betätigt hat. „Wir gehen von einer vorsätzlichen Tat aus“, sagt ein Sprecher. Trotzdem: Die Ermittlungen würden „in verschiedene Richtungen geführt.“ (avh)

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