Isen - Der Elternbeirat der Grundschule und der Mittelschule Isen legt sich mit der Politik an. Mit einer Unterschriftenaktion und einer Petition an den Landtag wird für die Schulsekretärin gekämpft.

Sekretärin Maria Schrögmeier kämpft mit einer Petition für eine Gleichbehandlung.
Heidrun-Monika Müller-Mayr (Elternbeiratsvorsitzende Grundschule) und Albert Zimmerer (Elternbeiratsvorsitzender Mittelschule) haben einen Brandbrief an die Eltern geschrieben. Durch die Umwandlung der Hauptschule zur Mittelschule seien bestimmte Verwaltungsangestellten zu „Verlierern“ geworden, heißt es in dem Schreiben.
Eine davon: die Isener Sekretärin Maria Schrögmeier. Im Zuge der Einführung der Mittelschule wurden Grundschule und Mittelschule verwaltungstechnisch getrennt. In der Verwaltung fällt dadurch erheblich Mehrarbeit an. Doch bei der Stundenzuteilung wird dies nicht berücksichtigt. Hier werden beide Schulen weiter wie eine behandelt. Für die Isener Schulsekretärin bedeutet das, dass viele Arbeiten, die vorher ein Vorgang waren, jetzt doppelt anfallen. Das fängt schon bei Banalitäten an wie etwa der Aufteilung der Kosten für die Telefonrechnung.
Was den Elternbeirat bewegt: „Wer soll dann die weiterhin anfallenden Aufgaben übernehmen? Die Schulleitung? Der Anrufbeantworter?“ Damit Postboten, Lieferanten und Eltern auch ohne „Pförtner Schrögmeier“ Zutritt zum Gebäude bekommen, müsste die Schule ab 12 Uhr aufgesperrt bleiben. Doch das geht nach Ansicht des Elternbeirats auf Kosten der Schülersicherheit. „Wir alle schätzen die Arbeit von Frau Schrögmeier sehr, der sie seit sechs Jahren mit Freude und Herzblut nachgeht. Manchmal ist sie Krankenschwester, Berater und Tröster, oder als Mutterersatz gefordert. Ohne Frau Schrögmeier würden wir unsere Kinder nicht vollkommen mit gutem Gefühl in der Schule wissen“, so die Elternvertreter.
Maria Schrögmeier selbst hat sich schon vor Wochen mit einem Petitionsschreiben an den Bayerischen Landtag gewandt – bislang ohne Ergebnis. Der Herabstufung auf eine Halbtagsstelle hat sich nur „Vorbehaltlich einer gerichtlichen Überprüfung“ zugestimmt. Ende April findet eine Verhandlung vor dem Arbeitsgericht statt. Schrögmeier will eine Gleichbehandlung der Verwaltungskräfte bei der Stundenzuteilung im Vergleich zu getrennten Grundschulen und Mittelschulen erreichen.
Der Elternbeirat will ebenfalls eine Petition an den Landrat richten. Die beiden Vorsitzenden appellieren daher an die Schüler-Eltern, diese zu unterschreiben. Denn eines soll verhindert werden: Dass Maria Schrögmeier die Schule verlässt. Doch das wird sie wohl machen, wenn sich die Situation nicht ändert. „Ich arbeite hier sehr gerne. Aber die Arbeit ist durch die neue Regelung nicht mehr vernünftig und mit guter Gesundheit zu machen.“
Anton Renner
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