Pemmering - Mit seinen 33 Jahren ist er ein Spätberufener für das Prieseramt. Tobias Prinzhorn aus Pemmering folgt diesem Ruf gerne.

Im Doppelpack unterwegs sind Pfarrer Rudolf Scherer (r.) und sein Praktikant Tobias Prinzhorn. Foto: Feldmann
„Ich nehme ihn fast überall mit hin“, sagt Pfarrer Rudolf Scherer über seinen Praktikanten: Der Theologiestudent Tobias Prinzhorn ist noch bis Ostersonntag im Pfarrverband, um den Tagesablauf und die Aufgaben eines Pfarrers sowie das Leben und die Arbeiten in einem Pfarrhaus kennen zu lernen.
Insgesamt hat der aus dem Dekanat Dorfen stammende 33-Jährige zwölf Wochen Zeit, um Rudolf Scherer „zunächst über die Schulter zu schauen und dann einige Teilbereiche meiner Arbeit zu übernehmen“, erzählt der Ortsgeistliche. Weil Tobias Prinzhorn in seiner Heimatgemeinde Pemmering Vorsitzender der katholischen Landjugend war, soll er auch mit den Ministranten des Pfarrverbandes arbeiten und bei der Kommunionvorbereitung mithelfen.
Pfarrer Scherer möchte ihm im Laufe der Zeit auch die Einführungen von Gottesdiensten sowie Kreuzwege überlassen und ihn mit Gemeindereferentin Irmgard Eder in die Schule schicken. „Meine Aufgabe ist es in erster Linie, Herrn Prinzhorn zu begleiten“, stellt der Pfarrer klar. Für diesen stelle die Präsenz Prinzhorns zweifellos eine Bereicherung dar: „Die Gläubigen erleben dadurch, dass es noch Priesteramtsanwärter gibt - und begegnen Herrn Prinzhorn mit großer Offenheit.“
Weil ihm der Kontakt und Gedankenaustausch mit Menschen „außerhalb des theologischen Umfelds“ sehr wichtig ist, fährt er alle paar Wochen nach Hause, um Freunde und Familie zu treffen. Letztere reagierten für ihn „sehr überraschend“ auf seinen Entschluss, Priester zu werden: „Sie waren nämlich überhaupt nicht überrascht.“ Lediglich seine Eltern seien anfangs leicht besorgt gewesen, weil er seinen sicheren Arbeitsplatz für das Studium aufgab. „Mittlerweile stehen sie aber voll hinter mir und meiner Entscheidung.“
In seiner Freizeit geht Tobias Prinzhorn gerne Radfahren und Wandern. Außerdem besitzt er ein kleines Oldtimer-Moped und ein größeres Neues. Musik hört er - Tageszeit abhängig - querbeet und auch bei den Büchern hat er verschiedene Vorlieben: „Ich lese gerne Krimis von Donna Leon und Bücher über Papst Johannes Paul II., von dem ich ein großer Fan bin“.
Michaela Feldmann
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