Lengdorf – Auch kleine Schritte führen zum Klimaschutz: Durch eine Änderung des Flächennutzungsplans möchte die Gemeinde Lengdorf zwei Versorgungsflächen für erneuerbare Energien ausweisen.
Auf dem geplanten Standort in Liedling möchte der Grundstückseigentümer eine Holzvergasungsanlage errichten; der erzeugte Strom soll in das öffentliche Netz eingespeist werden. Die Abwärme soll nicht nur zum Trocknen der Hackschnitzel, sondern auch im Nahwärmeverbund zur Beheizung der eigenen sowie benachbarter Wohnhäuser verwendet werden.
Weiter soll ein rund 60 Quadratmeter großes Areal am südlichen Teil des Lengdorfer Sportplatzes als „Fläche für Anlagen und Einrichtungen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ ausgewiesen werden. Damit will die Gemeinde dem Besitzer einer Biogasanlage aus Mehnbach ermöglichen, auf dem Grundstück der Gemeinde einen Blockheizkraftwerk-Container (BHKW) neben der Trafosation der Kraftwerke Haag zu errichten. Vom BHKW, das über eine Gasleitung mit der Biogasanlage verbunden ist, soll Strom in die Trafostation eingespeist werden. Außerdem besteht die Option, Schule, Turnhalle und Sportheim mit Warmwasser zu versorgen.
Mit der Ausarbeitung der Änderungsplanung hat der Gemeinderat das Ingenieurbüro Helmut Kaiser aus Kirchasch beauftragt. Die Verwaltung wurde angewiesen, das Auslegungsverfahren einzuleiten. ahu
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