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Lärm aus dem Bürgerhaus Unterföhring: Bauamt hat Verständnis für geplagte Nachbarn

Lärm aus dem Bürgerhaus: Bauamt hat Verständnis für geplagte Nachbarn

Unterföhring - Die Anwohner des neuen Bürgerhauses protestieren gegen längere Öffnungszeiten des Bürgerhauses (wir bericchteten). Jetzt schon sei die Ruhestörung sehr belastend, klagen sie.

Die Nachbarn wehren sich dagegen, dass die Nutzungszeiten des Bürgerhauses von 24 Uhr auf ein Uhr (freitags und samstags) oder auf zwei Uhr (in der Faschingszeit) ausgeweitet werden, wie es der Kutlurausschuss vorschlägt.

„Wir wollen alle feiern lassen, wenn keiner gestört wird“, sagt Anwohner Manfred Schaller. Doch das sei viel zu oft der Fall: Laute Musik, wummernde Bässe, lautstarke Unterhaltungen rauchender Gäste und am Wochenende noch die Einlage einer Hochzeitsgesellschaft oder ein Konzert auf dem Marktplatz. Anwohnerin Gisela Fischer hatte im Gespräch mit unserer Zeitung beispielsweise die Blasmusik erwähnt und sie stellt klar: „Ich hasse Blasmusik nicht. Ich mag jegliche Musik, ich möchte nur nicht, dass sie mir aufgezwungen wird.“ Die Anwohner fordern einen besseren Schallschutz. „Vielleicht ist es auch möglich, dass der Mietpartyraum innerhalb des Bürgerhauses an die Straßenseite verlegt wird.“

„Solche Ruhestörungen sind unangenehm“, sagt Bauamtsleiter Lothar Kapfenberger und zeigt Verständnis: Wenn die Mieter, die im Bürgerhaus Feste feiern, „auf die Belange der Nachbarn nicht eingehen, und über die Stränge schlagen“, sollten „die Anwohner tatsächlich die Polizei rufen“, rät er. Andererseits schränkt er ein: „Jeder darf sich auf dem Bürgerhausvorplatz aufhalten und sich unterhalten, ohne dass er auseinandergestaubt wird.“

Letztlich seien die Situierung des Mietpartyraums und die Sperrzeiten des Bürgerhauses Gemeinderatsbeschlüsse. „Es gab nicht immer einen Einheitsbeschluss, aber das ist auch so in einer Demokratie.“ Eine „Überwachung“ der Nachtruhe durch die Hausmeister? Diesen weiteren Vorschlag der Anwohner sieht Kapfenberger kritisch: „Ob man so etwas wünscht? Die Angestellten müssten dann bis zwei oder drei Uhr morgens arbeiten.“ Das würde die Einsatzzeiten ausweiten und Kosten verursachen.

Am Bau des Bürgerhauses sei ein Fachplaner für Akustik beteiligt gewesen, dessen Vorgaben zum Schallschutz seien berücksichtigt worden. Nun sei es am Gemeinderat, weitere Schallschutzmaßnahmen oder ein Limit für die Lautstärke der Musikanlage zu diskutieren. Grundsätzlich sei der Gemeinderat offen für Nachbesserungen, sagt Kapfenberger. Vor einem Jahr hat das Gremium die Benutzungsordnung fürs Bürgerhaus beschlossen. „Damals hieß es: Wir wollen Erfahrungen sammeln, diese dem Gemeinderat mitteilen und nach einem Jahr gegebenenfalls nachjustieren.“ icb

Thema im Gemeinderat

Am Donnerstag, 9. Februar, diskutiert der Gemeinderat über eine Ausweitung der Nutzungszeiten im Bürgerhaus. Beginn 19.30 Uhr.

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