Unterföhring - Mit frenetischem Applaus reagierte das Publikum, als der letzte Ton von Haydns „Schöpfung“ verhallte. Das erste Klassikkonzert im neuen - wiederum ausverkauften - Bürgerhaus war am Sonntagabend ein Ereignis, das die großen Gefühle ansprach.

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Zum emotionalen Erlebnis machten Solist Bernhard Hirtreiter, die Chorgemeinschaft Dachau und das Orchester Convivium Musicum München den ersten Konzertabend im neuen Kulturzentrum. Foto: Gefö
Nach der schmissig-bayerischen Auftaktveranstaltung mit der Biermösl Blosn (wir berichteten) ging die Eröffnungs-Festwoche mit Haydns Schöpfung in eine festliche Konzertrunde.
Die Zuhörer waren begeistert von der glanzvollen Aufführung der Chorgemeinschaft Dachau und des Convivium Musicum München und spendeten minutenlang stehende Ovationen. Architekt Dieter Guttenberger war die Zufriedenheit anzusehen. Der erste Konzertabend im großen Saal hatte erwiesen, dass der Klang bis in die letzten Reihe hervorragend ist. „Die Akustik ist über jeden Zweifel erhaben“, stellte Kulturreferent Peter Settele erleichtert fest.
Die Chorgemeinschaft Dachau, die seit 30 Jahren Rudi Forche leitet, erfüllte den Anspruch eines voluminösen und kraftvollen Gesangs. Eine großartige Leistung zeigten auch die Solisten. Das Orchester, das Elmar Billig zusammengestellt hatte, darunter zahlreiche Streicher des Bayerischen Symphonieorchesters, schaffte die große Bandbreite musikalischer Ausdrucksweisen mit Bravour und konnte die Stimmungen von der variantenreichen Einleitung bei der „Vor tellung des Chaos“ über Klangbilder von Naturereignissen bis hin zu huldigenden Passagen eindrucksvoll zum Publikum transportieren.
Unterföhrings ehrenamtlicher Kulturreferent Peter Settele hatte schon zu Anfang der Bauarbeiten am Bürgerhaus den Plan gefasst, das neue Haus mit der „Schöpfung“ von Haydn zu eröffnen. Als der Chor zum Finale singt „Vollendet ist das große Werk“ hat diese Textzeile besonders diejenigen im Publikum angesprochen, die an der Verwirklichung des Baus mitgearbeitet haben. mf/icb
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