Unterföhring - Im großen Saal feiern 400 Festgäste. Draußen flitzen Skaterinnen über den großen Vorplatz, zischen durch den neuen Wasserspiegel und haben ihre Gaudi. Genau das wünschen drinnen die Festredner der Gemeinde: Dass das Bürgerhaus zur lebendigen Ortsmitte werde.

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Klare Formen, eine Metallstreckdecke, Sichtbetonwände, dunkles Parkett - schlicht in den Formen, edel in den Materialien und CO2-neutral ist das neue Bürgerhaus, das sich die Gemeinde für 30 Millionen an der Münchner Straße geleistet hat. Bürgermeister Franz Schwarz begrüßt Politiker, Bürgermeister, Gäste aus den Partnergemeinden und alle, die an der Verwirklichung des Projekts mitgewirkt haben. Auch die Vertreter der Medien- und Versicherungsunternehmen heißt er willkommen: „Ohne ihre Gewerbesteuer wäre vieles nicht machbar gewesen, auch nicht das Bürgerhaus in dieser Form.“
So ein Projekt müsse man als Planer „durchleben“, sagt Architekt Dieter Guttenberger.
Stefan Ganser, Sprecher der Vereine, legt dem Gemeinderat ans Herz, „die Diskussion über die Entgeld- und Nutzungsgebühren so zu führen, dass die Unterföhringer Vereine nicht überstrapaziert werden“. Er hofft, dass die Vereine „kein Schattendasein“ im Kulturprogramm fristen werden.
Flachsend kommentiert Aschheims Bürgermeister Helmut Englmann, dass Unterföhrings Gemeindechef erstmals eine Amtskette trägt: „Hätten Sie jetzt nicht endlich auch eine Amtskette angeschafft, hätten die Kollegen für Sie gesammelt.“
Als die Pfarrer Markus Brunner und Oliver Englert den Segen für das Gebäude sprechen, erhebt sich die Festgemeinde und stimmt, begleitet von dem Grassauer Bläserquintett, erst das „Te Deum“, dann die Bayernhymne an. Der evangelische Pfarrer Oliver Englert erklärt: „Wenn hier die Menschen miteinander feiern, musizieren, in Büchern schmökern und gemeinsam auf die Suche nach dem Sinn gehen, dann kann man sagen, dass Segen auf dem Haus liegt.“
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