Kirchheim - Heinz Gutsche hat ein Ziel. Er will 100 Jahre alt werden. Ein Jahrzehnt hat er bis dahin vor sich.

Eine Urkunde für Heinz Gutsche: Zweiter Bürgermeister Maximilian Böltl besucht den Jubilar, der bei seiner Tochter Christa Pickl wohnt. Foto: Rammelsberger
Denn gerade ist der Heimstettner 90 Jahre alt geworden. Und bekam dazu Besuch von Maximilian Böltl, dem Zweiten Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim. Er gratulierte mit eine Urkunde.
Lebenswillen und Lebensfreude, die hat Heinz Gutsche im hohen Alter nicht verloren. Das mag auch daran liegen, dass sich seine Tochter Christa Pickl (61) sehr um ihn kümmert, zumal Vater und Tochter in einem Haus wohnen. „Ich habe praktisch die Rolle seiner Ehefrau übernommen. Sie ist vor drei Jahren gestorben“, sagt sie. Für Heinz Gutsche war der Tod seiner Frau vor drei Jahren ein schlimmer Schlag. Beinahe 60 Jahre waren die beiden ein Paar, das gemeinsam durchs Leben gegangen ist.
Nach dem Tod der Mutter leben Vater und Tochter Christa Pickl wieder unter einem Dach. Nur manchmal gehe der Vater für einige Zeit in die Kurzzeitpflege, sagt Christa Pickl. Ihm gefalle es dort und für sie sei es wichtig, hin und wieder ein wenig Zeit für sich selbst zu haben. Der Vater sei oft müde, sagt sie. Aber er freue sich immer über Besuch und erzähle dann gerne von früher. Von den Skitagen in Flachau, den Reisen im Wohnmobil nach Jugoslawien. Oder vom Garten vor seinem Haus, den er so genossen hat - „die Gartenarbeit musste aber meine Mutter machen“, sagt dazu Christa Pickl und lacht.
Heute, mit 90 Jahren, spielt Heinz Gutsche vor allem gerne Schach. So gerne, dass er das Spiel seiner Ergotherapeutin beigebracht hat, die jetzt regelmäßig mit ihm um König, Dame und Bauer ringt.
„Mein Vater ist sehr zufrieden und lacht gerne“, sagt seine Tochter am Ende des Gesprächs. Und wer weiß, vielleicht bleibt das lange so. Vielleicht sogar ein ganzes Jahrzehnt. Dann feiert Heinz Gutsche seinen 100. Geburtstag. bw
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