Kochel am See - Schnelle Elektroautos in den Kesselbergkurven - das bleibt ein einmaliges Ereignis. Der Kochler Gemeinderat hat sich jetzt gegen die Neuauflage einer derartigen Veranstaltung ausgesprochen.

Beifall für ein Elektro-Rennauto: Das Kesselbergrennen 2011 findet keine Wiederholung. Foto: Pröhl/A
Ausschlaggebend für das klare Nein ist eine gemeinsame Stellungnahme, in der sich die Tölzer und die Kochler Polizei sowie das Staatliche Bauamt und das Landratsamt gegen die Veranstaltung aussprechen. „Mit dieser negativen Beurteilung können wir nur ablehnen“, sagte Bürgermeister Thomas Holz in der Gem einderatssitzung am Montag.
Demnach sind Polizei und Behörden der Auffassung, dass bei der Veranstaltung 2011 „vorsätzlich gegen Vorgaben verstoßen wurde“. Vor allem sei auf der Bergstrecke zu schnell gefahren worden. Deshalb die klare Ansage des Straßenbauamts: Wir stellen die Strecke nicht für Rennen zur Verfügung.
„Muss das denn unbedingt am Kesselberg sein?“ Diese Frage stellte sich nicht nur Gemeinderat Max Leutenbauer, sondern auch sein Walchenseer Kollege Isidor Gerg. Günter Tochtermann und Michael Landerer missfiel die gewerbliche Seite der Veranstaltung, da 2011 für Elektro-Autos und -Räder geworben wurde.
Der Renncharakter bereitet inzwischen auch Maria Glasl Buchschmerzen. Der von ihr geführte Verein „Kochel aktiv“ war 2011 als Veranstalter aufgetreten. „Ich hatte damals nicht erwartet, dass es so extrem sein würde“, sagte Glasl.
Der Initiator und frühere Gemeinderat Helmut Renner ist über die Absage schwer enttäuscht. Seiner Meinung nach wurden „Fakten verdreht und falsche Informationen gestreut“. Er will in Kochel keine Aktivitäten mehr starten, „da Neid und Missgunst bei den Entscheidungsträgern höher stehen als Weitblick und nachhaltiges Handeln“. (ao)
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