Krailling - Im Kraillinger Schabernack wird drei Wochen nach den Morden an die Mädchen Chiara und Sharon wieder Live-Musik gespielt. Eintritt und Gage wandern in einen Spendentopf.

© Sauer
So war es in all den Jahren oft im „Schabernack“: Die Fiedel gab die Melodie vor, und die Gäste feierten irgendwie das Leben jenseits der modernen, allzu schicken Zeiten. Es war für viele im Würmtal ihr zweites Wohnzimmer, ein Ort des Aufgehobenseins. Das soll auch so bleiben, trotz allem, was passiert ist. Ein paar Meter weiter flackern noch immer Gedenk-Kerzen vor dem Haus, in dem die Morde geschahen. Die dort für Sharon und Chiara abgelegten Blumen und Plüschtiere frieren vor sich hin in dieser kalten Nacht. „Ewigkeit blüaht“, singt der Sänger.
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