Krailling/München - Im Prozess um den Mord an Chiara (8) und Sharon (11) aus Krailling hat Klaus W., der Lebensgefährte der Großmutter der Mädchen, am Mittwoch ein erschreckendes Bild des Angeklagten gezeichnet.
Thomas S. (51) und seiner Frau Ursula sei es immer nur ums Geld gegangen, sagte Klaus W. In der Familie habe S. einen schlechten Stand gehabt. „Der Großvater hat ihn sofort als Schmarotzer, Erbschleicher und Verbrecher entlarvt.“
Beim Streit um eine Wohnung, die den Schwestern Ursula und Anette S. gemeinsam gehört, sei die Situation 2010 eskaliert. Thomas S. wollte den Wohnunganteil seiner Frau an Anette S. veräußern. Doch die Verkaufsverhandlungen endeten mit einem Wutausbruch, weil seine Schwägerin nicht den gewünschten Preis zahlen wollte. Mit dem Hausbau in Peißenberg (Landkreis Weilheim-Schongau) sei der verschuldete Familienvater restlos überfordert gewesen, schilderte Klaus W.
Als der Ermittler seinem Kollegen vom Geständnis erzählte, habe Thomas S. gesagt, dass er das so nicht gemeint habe. Er könne nichts sagen, wenn er nicht wisse, welche Spuren zu seiner Täterschaft führen sollen. Der Angeklagte sei ins siebenstündige Verhör gegangen wie in ein Poker-Spiel, schilderte ein weiterer Ermittler.
mad/gut
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