Krailling - Über ein Jahr arbeiteten Bürger, Gemeindeverwaltung und zwei Planungsbüros an einer Vision für die Zukunft Kraillings. Jetzt ist der Prozess vorläufig abgeschlossen.
Die gemeinsam erarbeiteten und am Donnerstag präsentierten Ergebnisse sind, so der Anspruch der Beteiligten, Handlungsgrundlage für zukünftige Entscheidungen. Was auch immer weiterhin im Ort erschlossen wird, soll zumindest nicht im Widerspruch zu den in der Ortsentwicklungsplanung erarbeiteten Zielen stehen. „Es ist ein Rahmen entstanden, an dem sich alle künftigen Planungen messen lassen müssen“, unterstrich Bürgermeisterin Christine Borst die Bedeutung des Projekts.
Aufgeteilt in mehrere Handlungsfelder, steckt der entstandene Ortsentwicklungsplan in unterschiedlicher Detailgenauigkeit künftige Ziele ab. Die Gestaltung des Kirchenvorplatzes und der Margaretenstraße in zwei Abschnitten, die Erschließung der Würm für die Öffentlichkeit und der Umgang mit der Sanftlwiese und den Ortsrändern finden sich ebenso in dem Programm wieder wie die Anpassung des Wohnungsbestandes an die Demographie.
Dazu kommt die Schaffung neuer Räumlichkeiten und Treffpunkte zur Kommunikation und für soziale Aktivitäten. Über die grundsätzlichen Ziele herrscht offenbar, so zumindest der Eindruck am Donnerstag, Einigkeit unter den Kraillingern. So attestierte auch Borst dem Projekt in Anspielung auf vergangene Streitigkeiten einen weitreichenden Nebeneffekt: „Alle Reaktionen, die ich gehört habe, zeigen, wie gut es dem Ortsklima getan hat.“
So wurden am Donnerstag die aktuell zur Umsetzung anstehenden Planungen für den südlichen Bereich der Margaretenstraße ebenso bis in kleine Details hinein erneut diskutiert, beispielsweise die Festlegungen für die Ersatzbebauung auf dem Vorplatz der Margaretenkirche.
Bei der Beratung über das weitere Vorgehen wurde die Forderung erhoben, wichtige Fragen zur Ortsgestaltung auch künftig in Bürgerworkshops zu erarbeiten. Eine verbindliche Einigung, wie der Ortsentwicklungsprozess fortgeführt und auf seine Umsetzung hin überprüft werden soll, kam am Donnerstag nicht zustande. Der Wunsch nach weiterer Einbindung der Bürger, externer fachlicher Begleitung und regelmäßiger Information wurde aber klar geäußert und von der Bürgermeisterin prinzipiell zugesagt.
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