227.07.10|Region Bad Tölz|Region Bad Tölz|
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Benediktbeuern - Neues Leben in der „Alten Schäfflerei“ des Klosters Benediktbeuern. Am Donnerstag erfolgt der Startschuss für ein einzigartiges europäisches Denkmalpflegezentrum.

Die „Alte Schäfflerei“ des Klosters Benediktbeuern wird zum Denkmalpflegezentrum umgebaut. Foto: ao/A
Die ersten Verträge sind bereits zum Jahresanfang unterzeichnet worden, jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht. Bei einem Festakt wird am morgigen Donnerstag der Nutzungsvertrag zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft und den Salesianern Don Boscos unterschrieben. Prominentester Gast ist Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch, wenn das „Europäische Kompetenzzentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege“ aus der Taufe gehoben wird.
„Das bedeutet eine weitere Aufwertung unseres Klosters“, sagt Direktor Pater Claudius Amann, der die Verhandlungen mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) führte. Das Institut war laut Pater Amann schon längere Zeit „auf der Suche nach einem geeigneten Altbau, der sich vorbildlich restaurieren lässt“. In Benediktbeuern wurde das IBP fündig. Die Sanierung der „Alten Schäfflerei“ ist dringend notwendig, denn das Gebäude aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist laut Pater Amann „in einem sehr schlechten Zustand“.
Die Ordensgemeinschaft kann die Reparatur nicht aus eigener Kraft stemmen und ist deshalb froh über die Zusammenarbeit mit dem bisher in Valley bei Miesbach ansässigen Fraunhofer-Institut. Für Dr. Britta von Rettberg vom IBP steht fest: „Wir wollen nach Möglichkeit noch heuer mit dem Umbau beginnen.“ Die notwendigen Baumaßnahmen sollen in einer Art „gläserner Baustelle“ transparent gemacht werden.
Das ist freilich erst der Anfang. Nach der denkmalgerechten und nachhaltigen Sanierung der ehemaligen Schäfflerei im Westen der Klosteranlage richtet das IBP dort ein Kompetenzzentrum für Altbausanierung und Denkmalpflege ein. „Wir wollen damit sowohl Handwerker als auch Architekten ansprechen“, sagt Britta von Rettberg. Das neue Zentrum soll Anlaufstelle für Altbausanierung und Denkmalpflege werden. Hier sollen Handwerk und Wissenschaft ineinandergreifen. (ao)
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