1203.12.09|Region Bad Tölz|Region Bad Tölz|3
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
Bad Tölz - Seit Mitte November ermittelt die Staatsanwaltschaft München II gegen Birgit und Horst Klemmer wegen Betrugs. Es geht um knapp zwei Millionen Euro.
Das bestätigte gestern der für Wirtschaftsfragen zuständige Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich. Dieses Ermittlungsverfahren ist in diesem Jahr bereits das zweite in Sachen Klemmer. Ende Juni hatte es im auch als Wohnung benutzten Gebäude des Unternehmens auf der Flinthöhe bereits eine Durchsuchung der Privaträume gegeben.
Der Unternehmer soll knapp zwei Millionen Euro Versicherungsbeiträge, die er von Klienten einkassierte, nicht an seinen Vertragspartner – es handelt sich um einen großen privaten Krankenversicherer – weitergegeben, sondern selbst kassiert haben.
Wie es heißt, gehen diese Betrügereien zurück bis mindestens in das Jahr 2005. Betroffen sind aber nur die Geschäftsfelder Au-Pair- und Erntehelfer-Versicherungen und nicht die Vermittlungen an privat und gewerblich. Deshalb sieht Insolvenzanwältin Birgitt Breiter auch gute Chancen, das ansonsten solide und seriöse Unternehmen weiterzuführen.
Faktisch führte bis Juli Horst Klemmer die Geschäfte, juristisch ist bereits seit der Gründung 1995 seine Frau Birgit verantwortlich – als Gesellschafterin, als Geschäftsführerin und als Eigentümerin der Immobilie auf der Flinthöhe. Gegen sie wird ebenfalls wegen Betrugs ermittelt. Horst Klemmer, dessen derzeitiger Aufenthaltsort seiner Frau Birgit nach eigener Auskunft nicht bekannt ist, lebt im Bereich Bonn und arbeitet für ein Konkurrenzunternehmen seiner früheren Firma, mit dem seine Frau wegen der Kündigungen durch die oben genannte Krankenversicherung inzwischen eng zusammenarbeitet.
Die Klemmers, die früher mit einem angeblich omnibus-großen Wohnmobil auffielen, sollen ein Haus in Florida besitzen, wo sie eine Filiale der Klemmer International angemeldet haben. (job)
zurück zur Übersicht: Region Bad Tölz

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

