Bad Tölz-Wolfratshausen - Bei der Klimakonferenz in Kopenhagen steht viel auf dem Spiel – auch für den Landkreis, wo sich die globale Erwärmung unmittelbar auswirkt.

Bedrohliche Aussichten: Hochwasserereignisse – hier ein Foto vom Sylvensteinstausee bei der Augustflut 2005 – werden durch den Klimawandel häufiger und schlimmer. Archiv
In die Zukunft kann keiner schauen: Und doch gibt es konkrete Hinweise darauf, welche Folgen uns der Klimawandel vor der Haustür bringt. Dazu zählen häufigere und intensivere Hochwasser-Ereignisse.
Laut Christian Wanger, dem Chef des Wasserwirtschaftsamts (WWA) Weilheim, dürfte es öfter zur berüchtigten 5-b-Wetterlage mit lang anhaltenden, heftigen Regenfällen kommen, die für die großen Fluten an Isar und Loisach 1999 und 2005 verantwortlich war. Das sorgt für Gefahr an Isar und Loisach, aber auch an den kleinen Wildbächen.
Zu schaffen macht der Klimawandel im Landkreis auch dem Hochmoor-Gelbling, einem Schmetterling, der als Überbleibsel der jüngsten Eiszeit gilt. „In den vergangenen Jahren wurde festgestellt, dass er in Mooren, die unter 650 Metern liegen, kaum noch vorkommt“, berichtet Joachim Kaschek von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt.
Carola Belloni, Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz, sorgt sich derweil vor allem um die Waldbestände. „Wir bekommen viel trockenere Sommer, und das gefährdet vor allem die Fichte als Flachwurzler“, sagt sie. Bei durch Dürren geschwächten Bäumen habe dann der Borkenkäfer leichtes Spiel.
Andreas Steppan
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