Gaißach - Von einem schwierigen Jahr berichtete Andreas Argstatter, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaftsmolkerei Berchtesgadener Land, beim Bäuerinnen-Nachmittag im Gaißacher Jägerwirt.
"Es war zu viel Milch auf dem Markt. Auf dem Spotmarkt wurden nur 20 Cent je Kilogramm bezahlt." Dass Aldi und Co. die Preisspirale für Milchprodukte nach unten schraubten, sei von den Verbrauchern begrüßt worden. "Die Discounter sind die einzigen Gewinner in dieser Krise." Doch müssten die Milcherzeuger auch ihr eigenes Einkaufsverhalten auf den Prüfstand stellen, appellierte Argstatter an die mehr als 200 Bäuerinnen im Saal. "Wer selbst bei den Discountern einkauft, muss auch mit deren Abnahmepreisen zufrieden sein."
Die Politik habe auf die Übermengen-Situation mit Intervention und Exporterstattungen reagiert. Die EU allerdings setze unbeirrt ihren Weg in Richtung Marktliberalisierung fort – die jährlichen Quotenanhebungen würden weiterhin umgesetzt. Ebenso sei das Ende der Quote 2015 nicht mehr zu kippen. "Man sollte den Bauern hier keine falschen Hoffnungen mehr machen", betonte Argstatter. Mit Aktionen wie Milch-Ausspritzen und Haberfeldtreiben würde man sich die Sympathien der Bevölkerung verderben.
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.