Bad Tölz-Wolfratshausen - Die Schornsteinfeger-Rechnungen sorgen dieser Tage für Irritationen. Für viele Hausbesitzer wird es billiger, einige haben aber deutliche Preissteigerungen zu tragen.

Kaminkehrer Arthur Wolfseher muss vielen Kunden die Rechnung erklären. Foto: kn
Ludwig Gerl staunte nicht schlecht: Eine Rechnung über 130 Euro präsentierte ihm heuer sein Kaminkehrer - im vergangenen Jahr musste der Bichler bloß 65 Euro zahlen. Und auch eine Tölzerin ist entgeistert: Statt 85 kosten sie die Dienste des Schornsteinfegers jetzt 124 Euro. So wie den beiden geht es dieser Tage vielen Hausbesitzern. Hintergrund: Eine Änderung der Bundes-Kehrordnung hat die Preisstruktur neu geregelt - allerdings nicht nur zum Nachteil der Kunden, wie der Schornsteinfeger Arthur Wolfseher betont.
„Mein Umsatz ist nicht gestiegen“, stellt der Geretsrieder klar, der die Schulungsstelle für alle 28 Kaminkehrer in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen leitet. „Trotzdem bekommen wir den Ärger ab und müssen uns rechtfertigen.“
Unter den Hausbesitzern gebe es im neuen System Gewinner und Verlierer, erklärt Wolfseher. „Wer eine Gas- oder Ölheizung hat, kommt billiger weg.“ Das sei bei der Mehrheit der Häuser der Fall. Wer aber mit Holz heizt, für den ergeben sich Preissteigerungen von zehn bis 20 Prozent. Zusätzliche Kosten entstehen, wenn bei einem Haus die Feuerstättenschau ansteht. Sie wurde bisher gar nicht gesondert berechnet, jetzt schlägt sie mit zehn Euro pro angefangenem Meter einer Abgasanlage zu Buche. (ast)
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.