Benediktbeuern - Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes und auch das Fest der gelebten Ökumene. Rege diskutiert seit 30 Jahren der Ökumenische Gesprächskreis Loisachtal im Kloster und im Bonhoeffer-Haus - seit neuestem auch mit Baptisten.
Benediktbeuern - An der Decke wäscht Maria Magdalena Jesus die Füße. Unter dem prachtvollen Fresko im Südflügel des Benediktbeurer Klosters - gestaltet von Johann Baptist Zimmermann - sitzen zwanzig Menschen, die vieles trennt, aber eines eint: Der Glaube ans Evangelium. Einmal im Monat treffen sich die Teilnehmer des Ökumenischen Gesprächskreises Loisachtal, bis Februar waren das Protestanten und Katholiken, um über geistliche Fragen zu diskutieren.
Einen neuen Akzent im Kreis setzen seit Februar die Baptisten, die als evangelische Freikirche großen Wert auf das persönliche Bekenntnis legen und die Taufe von Kindern nicht anerkennen. „Wir haben in Geretsried und Bad Tölz 120 Mitglieder“, sagt Helmut Kissel (81), Baptistenpastor im Ruhestand. Für ihn sei der „Glaube das Ausschlaggebende“, nicht ein gemeinsames Abendmahl - „Diese Frage haben die Kirchenleitungen zu klären.“
Dies findet auch der Salisianerpater und Professor Norbert Wolff, der derzeit den Gesprächkreis leitet: „Bei uns sind Christen aller Konfessionen willkommen.“
Susanne Sasse
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