001.02.10|Lkr. Dachau|Lkr. Dachau|4
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Artikel: 50.000 Dateien mit Kinderpornos: 44-Jähriger bekommt eineinhalb Jahre auf Bewährung
Dachau - Mehr als 50.000 Dateien kinderpornographischen Inhalts hat die Polizei in der Wohnung eines 44-Jährigen gefunden. Vor Gericht gab der Mann am Montag an, dass er die Dateien nur habe entsorgen wollen. Die Reaktion des Richters: „So einen Scheiß können Sie jemand anderem erzählen!“
Lukas Neubeck verurteilte den in Bergkirchen lebenden Angeklagten zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung. Der Staatsanwalt hatte eineinhalb Jahre ohne Bewährung gefordert. Das, was auf den Bildern und Filmen zu sehen sei, sei "unterste Kategorie". Obendrein sei die Masse der sichergestellten Materialien ungewöhnlich.
Das Finanzamt war im Juli 2009 bei einer Wohnungsdurchsuchung zufällig auf die illegalen Dateien gestoßen. Der Mann lebte damals noch in Dachau. Die Kripo stellte unter anderem Bilder sicher, auf denen die Vergewaltigung von Mädchen zu sehen war. Die jüngsten Opfer waren vier Jahre alt. Zudem hatte der Bergkirchner die Dateien über eine Internet-Tauschbörse anderen Usern zu Verfügung gestellt.
Vor dem Amtsgericht zeigte sich der Angeklagte geständig, aber nicht sonderlich einsichtig: „Es ist geschehen, fertig, aus.“ Richter Neubeck verknüpfte die Bewährung mit Auflagen. Der 44-Jährige muss 400 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten und sich innerhalb eines Monats in Therapie begeben. Neubeck: „Ich habe die Bewährungsaufsicht. Wenn Sie die Auflagen nicht einhalten, kommen Sie in den Vollzug.“ (mm)
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