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Antonia geht erstmals gern zur Schule

Dachau - Weil sich die Kinder einer zweiten Kasse vor ihrer brüllenden Lehrerin fürchten, hatten sie Angst vor dem ersten Schultag. Seit ein Artikel dazu erschienen ist, hat sich etwas getan.

Meine Tochter ist wie ausgewechselt – und dasselbe berichten die anderen Eltern über ihre Kinder“, weiß Stefan H., dessen Tochter Antonia (Namen geändert) eines der Kinder ist, das Angst vor der Lehrerin hat, weil diese die Mädchen und Buben bloßstellt, sie anschreit und manipuliert (wir haben berichtet). Doch seit Schulbeginn hat Antonia zum ersten Mal Spaß an der Schule, kommt mit einem Lächeln nach Hause und freut sich jeden Morgen wieder auf den Unterricht.

Die Lehrerin hat sich nämlich nach Aussage des Schulamts einen Tag vor Schulbeginn – und somit einen Tag nach Erscheinen des Artikels – krank gemeldet. Die Kinder werden seither von einer so genannten „mobilen Reserve“, einer ausgebildeten Ersatzlehrerin, unterrichtet.

Doch wie lange dieser Zustand anhalten wird, weiß niemand. Die Schulleitung hält sich nach Angaben der Eltern bedeckt und verweist auf „ein schwebendes Verfahren“. Für Fragen der Dachauer Nachrichten war die Rektorin nicht zu erreichen.

Isolde Stefanski, Leiterin des Dachauer Schulamts, betont, dass die Lehrerin aufgrund ihrer Krankheit noch nicht zu dem Fall gehört werden konnte und sich die Behörde deshalb noch kein Urteil bilden kann. Die Amtsleiterin weiter: „Die Beschwerden müssen aufgearbeitet werden. Wir sind dran, das aufzuklären.“ Die Lehrkraft werde nach ihrer Krankheit gefordert sein, Stellung zu beziehen, so Stefanski. Die Amtsleiterin wies darauf hin, dass die Schulleitung alles in die Wege geleitet habe, um in diesem Fall zu vermitteln.

Doch was passiert in der Zukunft? Wird die Lehrerin diese oder eine andere Klasse unterrichten? Dazu wollte sich das Schulamt nicht äußern. Schließlich sei dort nur der derzeitige Fall im Bezug auf diese Lehrerin bekannt. An die Heimatzeitung haben sich nach Erscheinen des Artikels allerdings weitere Eltern gewandt, deren Sprösslinge mit derselben Lehrerin so große Probleme hatten, dass die Kinder entweder nach langem Hin und Her mit den Behörden die Schule gewechselt haben, oder es die Kinder einfach aushalten mussten, bis nach zwei Jahren der turnusmäßige Lehrerwechsel kam.

„Wir sind froh, dass die Lehrerin erstmal nicht da ist“, sagt Stefan H., der hofft, dass das so bleibt. Denn er ist sich sicher: „Wenn die Lehrerin wiederkommt, wäre das der Supergau für die Kinder. Dann hätten sie verloren.“ (weg)

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