Dachau - Felicity Urquhart, die in Australien jüngst als beste weibliche Künstlerin des Jahres ausgezeichnet wurde, war zu Gast im kleinen AltstadtCafé Gramsci.

© CSE
Überwältigt waren beide Seiten: Sängerin Felicity Urquhart von Deutschland und dem Publikum – die Hörer im Café Gramsci von den Liedern und der Stimme der Australierin.
Es war ein Abend, den die Sängerin und ihr Publikum nicht mehr vergessen werden. Noch Minuten nachdem der letzte Akkord verklungen war, klatschen die Besucher. „Was für ein Konzert, was für ein Publikum“, meinte die Sängerin immer wieder. Felicity Urquhart hat begeistert: mit wunderschönen Songs, mit einer samtweichen und zugleich kraftvollen Stimme, die die Weingläser im Café vibrieren ließ, mit Song-Arrangements für zwei Gitarren, die jeden Profimusiker aus den Socken hauen. Jedes Lied der Sängerin klang so leicht, so einfach – und doch war es Folkmusik, die ihresgleichen sucht.
„Wir wollten hier unbedingt spielen“, erzählte Urquharts Ehemann Glen Hannah, der seine Frau mit der Gitarre begleitete. Mick Thomas, ein australischer Songwriter der im vergangenen Jahr im Gramsci zu Gast war, hatte den beiden von seinem Auftritt in Dachau erzählt. Danach war für Felicity klar: „Wir müssen dort spielen.“
Das Konzert und das „völlig andere Leben in Deutschland“ haben alle Erwartungen der Australier übertroffen. „Bayern ist unglaublich, ein Mysterium“, schwärmte Urquhart. In der hintersten Ecke des Cafés erzählt sie nach dem Auftritt von den Menschen, die sie getroffen hat, vom ersten „Höllenritt“ bei Tempo 140 auf einer deutschen Autobahn und von ihrem Publikum, „das dasitzt und einfach nur zuhört.“ Dann nippt die zierliche Frau am Bier, lässt sich erklären, wie man Weißwürste isst, und meint zu ihrem Ehemann: „Wir kommen hier wieder her, oder?“ (cse)
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