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Autobahn-Hündin: Tierschützer setzen Belohnung aus

Autobahn-Hündin: Tierschützer setzen Belohnung aus

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Artikel: Autobahn-Hündin: Tierschützer setzen Belohnung aus

Dachau - Zwei große Tierschutzorganisationen wollen unter anderem mit Belohnungen erreichen, dass der Tierquäler gefasst wird, der die sterbende Hündin an der Autobahn ausgesetzt hat.

Die Ridgeback-Mix-Hündin war, vom Krebs schwer gezeichnet, am Silvesterabend auf der Autobahn Stuttgart ausgesetzt und von der Odelzhauser Feuerwehr befreit worden. Die Hündin lebte nur noch vier Tage, musste am 4. Januar eingeschläfert werden, nachdem sie im Dachauer Tierheim zusammengebrochen war. Ihr Körper war von Metastasen übersät gewesen.

Der Fall hat große Wellen geschlagen, auch aufgrund der Veröffentlichung im Internet unter merkur-online. Unzählige Kommentare von Tierfreunden und Tierschützern hat es hier gegeben. Der Fall wird inzwischen in verschiedenen Tier- und Hundeforen diskutiert, er wurde per E-Mail weiter verbreitet und online veröffentlicht.

Und jetzt „kümmern“ sich sogar zwei große Tierschutzorganisationen in Deutschland, wodurch die Chance noch einmal steigt, dass der Hundehalter gefunden wird.

So hat ETN, der Europäische Tier- und Naturschutz e.V., sowohl eine Strafanzeige gestellt als auch eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgesetzt, für Hinweise, die zur Ergreifung des Unbekannten führen. Die europaweit agierende Organisation mit Sitz in Much rund 40 Kilometer östlich von Köln will, „dass diese zutiefst verabscheuungswürdige Tat gesühnt wird“, betont Geschäftsführer Dieter Ernst. „Daher bitten wir die Bevölkerung, uns bei der Suche nach dem Täter zu helfen, damit er seiner gerechten Strafe zugeführt werden kann.“

Der Verein ist eigenen Angaben zufolge eine der größten gemeinnützigen Tier- und Naturschutzorganisationen in Europa. Tierquälerei sei ein Straftatbestand, der nach dem Tierschutzgesetz mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldbuße von bis zu 25 000 Euro bestraft werden könne, sagt Ernst. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. hat seit Dienstag sogar ein Foto und den Fall der Mischlingshündin auf seiner Website (www.etn-ev.de) stehen.

Ebenfalls am gestrigen Dienstag hat sich PETA gemeldet. Die nach eigenen Angaben weltweit größte Tierrechtsorganisation mit Hauptsitz in den USA hat ebenfalls 500 Euro Belohnung ausgesetzt, für Hinweise, die zur Ergreifung des Hundehalters führen. „Diese grausame Tat muss unbedingt geahndet werden“, begründet PETA-Kampagnenleiterin Nadja Kutscher das Engagement. Auch PETA hat den Fall im Internet (www.haustiere.peta.de) publik gemacht.

Die Tierschützer hoffen vor allem auf Hinweise von Nachbarn oder Bekannten des Halters der verstorbenen Ridgeback-Mix-Hündin. (tor)

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