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Autofeindlich geht auch nicht

Dachau - Der Verkehrsreferent Volker C. Koch (SPD) stellt ein „Memorandum“ zum Stadtverkehr der Zukunft vor.

Dachau - Volker C. Koch (SPD) hat sich wieder Gedanken zur Zukunft des Verkehrs in Dachau gemacht. Unter dem Titel „Memorandum“ trug der Verkehrsreferent des Dachauer Stadtrats seine Anregungen zusammen. Die denkwürdige Notiz verschickte er an alle Stadtratsfraktionen und die Presse.

Passé ist die autogerechte Stadt der 70er Jahre, stellt Koch fest. „Aber auch Autofeindlichkeit ist nicht die Alternative.“ Und: „Der vorhandene Platz für den Verkehr ist endlich.“ Es gelte, Kompromisse zu finden: einerseits den Radverkehr fördern, andererseits den öffentlichen Personennahverkehr auszubauen. Ob Fußgänger, Radfahrer oder Autoverkehr - über allem steht laut Koch die Verkehrssicherheit. Eckpunkte des Memorandums in Auszügen:

-Für Fußgänger werden Furten im Pflaster geschaffen, beispielsweise vor dem Sparkassen-Hochhaus am Ernst-Reuter-Platz. Ampeln schalten auf Anforderung der Fußgänger schneller.

-Es gibt eine Koordinierungsstelle für Radfahrer im Rathaus, nämlich einen Radwegebeauftragten. Außerdem sind Fahrradabstellanlagen bei Neubauten und am Bahnhof (Koch: „Ja, ich weiß, die Bahn...“) und Fahrradschleusen an Kreuzungen zu schaffen.

-Auto: Ob das Parkhaus am Bahnhof notwendig ist oder nicht, fragt Koch. Und ob das Parkhaus in der Burgfriedenstraße, das mit dem Turnhallenbau entstehen soll, öffentlich oder Anliegern vorbehalten sein soll, gibt der Verkehrsreferent zu bedenken. Weitere Überlegungen sind ein Anliegerparken in Dachau, beispielsweise in Augustenfeld, und die grundsätzlich großzügigere Schaffung von Parkplätzen. In punkto fließender Verkehr gibt’s auch von Seiten des Verkehrsreferenten viele Fragen: „Brauchen wir überhaupt die Umgehungsstraße noch? Wollen wir die noch?“ Ganz zu schweigen von der Kreuzung Freisinger/Erich-Ollenhauer-Straße/S-Bahn-Linie A: Bahnunterführung; Straßenunterführung oder Straßenüberführung?

-Der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) muss beschleunigt werden. Maßnahmen wären eine Vorrangschaltung an Ampeln (von Koch wieder mit Fragezeichen versehen), mehr Werbung für das AST, eine Verbesserung der „missglückten Neuordnung des Busverkehrs“ - sowie: „Busverkehr bis 21 Uhr? Können wir uns das leisten?“

Zum Abschluss seines Memorandums, das er als unvollständig und zum Teil widersprüchlich bezeichnet, fordert Koch mutige Entscheidungen des Stadtrats, damit in der Verkehrspolitik etwas erreicht wird.

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