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Beim ersten Besuch wird der neue Chef noch geschont

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Schwabhausen - Mit Besen, Lippenstift und Schere bewaffnet, hat die Schwabhauser Hexengilde am Unsinnigen Donnerstag das Rathaus gestürmt.

Hexen bringen sogar Geldspende mit

Auf dem Weg zum Bürgermeisterbüro - denn das Gemeindeoberhaupt galt es ja schließlich zu entmachten - machten die wilden Weiber auch vor den Verwaltungsangestellten nicht Halt.

Faschingszug in Dachau

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vor

Aber vorsorglich hatten diese natürlich die ältesten Krawatten angelegt, die weit und breit zu finden waren. Neubürgermeister Josef Baumgartner hatte nicht nur die Krawatte aus den 80ern um den Hals, sondern auch das passende Jacket angezogen, um für den zauberhaften Ansturm gewappnet zu sein.

Allerdings hätte er sich gar nicht so warm anziehen müssen, denn die Schwabhauser Hexen waren sehr handsam, fast schon zahm, wollten den neugewählten Bürgermeister und Neu-60er bei seinem ersten Hexeneinfall wohl noch etwas schonen. Nachdem die Besenweiber den Strick traditionsgemäß abgeschnitten, dann das neu gestaltete Amtszimmer inspiziert und für gut befunden und den Rathausschlüssel kassiert hatten, durfte Josef Baumgartner dem Hexengedicht lauschen.

Da es nach wenigen Wochen Amtszeit noch nicht viel zu verballhornen gab, bekam der „Sepp“ natürlich nicht sein Fett weg, sondern sogar etwas geschenkt - einen waschechten Hexenbesen.

Baumgartner revanchierte sich postwendend mit einem kleinen Umtrunk in den Katakomben seines Regierungssitzes. Zuvor gab es allerdings noch eine Überraschung: Den Zinsüberschuss vom Hexenkonto in Höhe von 150 Euro spendete die wilde Gilde der Schwabhauser Bürgerstiftung.

Zum Glück gibt es nur liebe Hexen in der Gemeinde, vor denen sich wirklich niemand fürchten muss. (sim)

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