Dachau - Jetzt wird es ernst für die Dachauer Windkraft-Allianz: In den 14 Rathäusern der beteiligten Kommunen liegen ab heute die Pläne für die Windrad-Konzentrationsflächen aus. Die Bürger sowie die Träger öffentlicher Belange - zuständige Behörden, betroffene Verbände und Infrastruktur-Unternehmen - haben bis zum 13. März Zeit, die Unterlagen einzusehen und Einwendungen oder Änderungsvorschläge einzubringen.
Das Besondere an dem Verfahren: Jede Gemeinde muss sich mit allen Anmerkungen auseinandersetzen: Wenn also ein Petershauser Bürger Kritik an einem Standort in seiner unmittelbaren Umgebung anbringt, müssen sich damit auch die Gemeinderäte in Altomünster und Sulzemoos befassen. Diese Kooperation ist gewünscht: „Die Solidarität der Kommunen ist uns wichtig“, betonte Indersdorfs Rathauschef Josef Kreitmeir (FW) bei einem Pressegespräch am Mittwoch. „Ansonsten würden wohl die meisten Windräder an den Flurgrenzen aufgestellt werden“, mutmaßte sein Haimhauser Kollege Peter Felbermeier (CSU).
Der mit den Ausarbeitungen beauftragte Landschaftsarchitekt Hans Brugger aus Aichach betonte noch einmal, eine Positivplanung verfolgt zu haben. Er hat nun Flächen mit einer Gesamtgröße von 469,1 Hektar ermittelt - das entspricht 0,93 Prozent des Plangebiets. Im weiteren Verfahren dürften die so genannten „weichen Tabuzonen“ eine wichtige Rolle spielen: Neben den Abstandsregelungen geht es dabei um Natur- und Denkmalschutz-Vorgaben, aber auch um die Erholungsfunktion von Waldflächen.
Horst Kramer
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