122.05.09|Lkr. Dachau|Lkr. Dachau|
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Dachau - Die Stadt Dachau will den historischen Kräutergarten an der KZ-Gedenkstätte erhalten. Wie eine Untersuchung zeigt, wird das ein Millionenprojekt.

Verfallen und verwildert: Jahrzehntelang passierte am Kräutergarten so gut wie nichts. Foto: hab
Der Münchner Architekt Alex Will, der im Auftrag der Stadt eine Bestandsuntersuchung samt Maßnahmenkatalog und Kostenschätzung vornahm, geht von 1,5 Millionen Euro aus. Allerdings muss die Stadt die Kosten nicht alleine tragen. Wie im Bauausschuss des Stadtrats deutlich wurde, wird sich die Stadt mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der Stiftung Bayerische Gedenkstätten in Verbindung setzen, um ein gemeinsames Konzept zu erarbeiten. Dabei geht es um die künftige Nutzung des 9000 Quadratmeter großen Areals und auch um die Verteilung der Kosten. Will könnte sich gut eine internationale Garten- und Begegnungsstätte im ehemaligen Kräutergarten vorstellen: „eine charmante Lösung“.
Der Plantage genannte Kräutergarten des Konzentrationslagers Dachau wurde im Jahr 1938 erbaut, um einheimische Kräuter in großem Maße zu ziehen. Das NS-Regime wollte auch hier von Einfuhren unabhängig werden, zumal aus vielen Kräutern Grundstoffe für Arzneien hergestellt wurden. Die Häftlinge im Kräutergarten mussten unter furchtbaren Bedingungen bis zur Erschöpfung arbeiten. Sie waren dabei stets der Willkür und der Brutalität ihrer SS-Bewacher ausgesetzt. (mm)
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