011.02.10|Lkr. Dachau|Lkr. Dachau|
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Dachau - Es ist eine ungewöhnliche Kombination: Schlagzeug und Posaune im Jazz-Duo - und eine völlig neue Erfahrung des Free Jazz, die das Publikum im Café Teufelhart machen konnte.

Ungewöhnliches Duo: Posaunist Samuel Blaser und Schlagzeuger Pierre Favre. Foto: WEG
Der Jazzverein Dachau hat mit dem Posaunisten Samuel Blaser und dem Schlagzeuger Pierre Favre ein ungleiches Paar auf die Bubu-Bühne geholt. Nicht nur, dass die beiden Schweizer verschiedenen Generationen angehören – Favre könnte Blasers Großvater sein – es ist auch die Andersartigkeit in der eigenen Musik der Künstler, die das Klangerlebnis zu etwas ganz Außergewöhnlichen macht.
Bestimmt wird der Jazz des Duos vor allem vom Rhythmus. Pierre Favre tobt sich aus, lässt seiner Kreativität freien Lauf. Er scheint oft spontan zu entscheiden, auf welche Drum er gerade in dieser Sekunde seinen Stick schlägt oder über welchen Klangkörper er seinen Besen zieht. Samuel Blaser nimmt das Geschaffene auf, er ergänzt und verändert es bis seine Posaune leiser wird und schließlich ganz verstummt. Blaser entlockt seiner Posaune Töne, die an solche eines Didgeridoos erinnern. Die Zirkularatmung ist nur eines seiner Handwerkszeuge. Er bedient sich außerdem eines Dämpfers und schafft es, zwischen extrem hoch und extrem tief einen riesengroßen Tonumfang zu präsentieren.
Pierre Favre schafft mit seinem Spiel etwas, das einem Schlagzeuger nur selten gelingt: Obwohl Samuel Blaser – der sich in seiner noch jungen Karriere bereits in der New Yorker Szene einen Namen gemacht hat – auf höchstem Niveau spielt, steht die Kreation Favres bei diesem Duett ganz klar im Vordergrund. (weg)
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