007.01.10|Lkr. Dachau|Lkr. Dachau|
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Petersberg - Franz Galler kennt den Weg aus der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise.Diesen Eindruck vermittelte der Referent zumindest am Dreikönigstag beim Politischen Frühschoppen am Petersberg.

Setzt auf Region: Franz Galler, auf dem Foto mit Sterntalern. Foto: SIM
Galler betonte, dass er weder Kapitalismus- noch Globalisierungsgegner sei, er aber einen Weg aus der Krise aufzeigen kann, der vor der Haustür liegt – die Region.
Der „Sterntaler“ ist der Hit, seitdem geht es beim Dorfladen aufwärts und Dank der Genossenschaft RegioSTAR eG kommt auch eine soziale Komponente hinzu. Denn Gewinn machen will man mit der Regionalwährung schließlich nicht, betont Franz Galler als erster Vorsitzender der Genossenschaft und des Vereins STAR für organisierte Nachbarschaftshilfe. „Sozial-Genossenschaft gegen Turbokapitalismus“ ist das Schlagwort, mit dem Galler am Petersberg begeistern kann.
Das Vorbild für die RegioSTAR eG ist der WIR-Wirtschafts-Ring in der Schweiz, den es seit 1934 gibt. Das bargeldlose Verrechnungssystem für kleinere und mittlere Betriebe heißt im Berchtesgadener Land „Midanand“ und funktioniert laut Franz Galler wie ein Maschinenring, wie ein Markplatz. Das ist die Bank „andersrum“: kein Bargeld, sondern Buchgeld mit dem Namen „Talente“, kein Bankheimnis, Überziehen wird belohnt, Guthaben bestraft, Sicherheit basiert auf Vertrauen und die Einnahmen kommen den Kunden zugute. Der „Sterntaler“ ist ebenso wie der „Chiemgauer“ in Gallers Nachbarlandkreis eine erfolgreiche Regionalwährung, mit einer Million Umsatz pro Jahr bei 200 Betrieben. Das Konzept scheint in diesen Landkreisen aufzugehen. (sim)
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