Bergkirchen - Machtübernahme im Rathaus Bergkirchen: Bürgermeister Simon Landmann muss mit Zusagen künftig vorsichtiger sein.

Da steht einiges auf den Beschwerdezetteln: Die Hexen mit zwei Rosis, Gabi, Marianne, Anne und Maria sowie Simon Landmann, Siegfried Ketterl und Harald Frisch (von links). Foto: ink
An Weiberfasching haben bekanntlich die Hexen das Sagen im Bergkirchner Rathaus. Das nun schon zum achtem Mal und heuer durch Verstärkung einer weiteren Rosi. Ob Bürgermeister Simon Landmann mit Intellektuellenbrille, Langhaarfrisur und dem kräftigen Rot signalisieren wollte, dass er seine politische Richtung geändert hat?
Insgesamt sind die Hexen ihrem Simon gegenüber im Laufe der Jahre etwas kritischer geworden und lassen ihm nicht mehr so viel durchgehen. Da kann eine unmissverständliche Drohung schon mal nicht schaden: „Wart’s nur ab, es gibt ja boid wieder Kommunalwahlen“.
Zum Verkehr gab es mehr zu sagen: „In Feldgeding zum wohna is nimmer schee, der vuie Schwerlastverkehr is scho a Problem. Die Durchgangsstraßen zum sperren, hot a koan Zweck, denn dann san bei vui Landwirt die Mieteinnahmen weg“.
Das nächste große Problem sei der Maistourismus: „Die großen Fahrzeig mit Riesenräder machen sich’s gar zu bequem, kommt ein Auto entgegn, weich mal schnell aufs Trottoar aus - wennst net schnell gnua reagierst, blosts as Liachterl dir aus.“
Das viel gepriesene Bergkirchen-Mobil „fahrt hoit doch net dohin, wo man will - jedes moi wendst host an Termin, wendst die telefonisch dahin, doch immer is die gleiche Geschicht, na, na zu der Zeit an a bestimmts Ziel, des geht bei uns nicht“.
Auch mit der Jugendarbeit passt’s nicht: „Die ständige Kontrolle is net ganz richtig. Die Buam und Madln woin se a amoi alloa unterhoitn, die Jugendpflegerin muaß net immer schoiten und woiten“.
Was das Erfolgprojekt Fernwärme angeht, sind die Hexen sowieso skeptisch: „Ob sich’s rentiert, ist die eine Seite, auf jeden Fall dauerts recht lang, bis de Straß wieder befahrbar is“. Und eins soll sich der Simon merken, wenn er leichtfertig Zusagen macht: „Ruaf o, wenn koa Wasser lafft - a bei der Nacht“. Folge: Als nachts um drei bei ihm das Telefon klingelt, fällt ihm ein, dass „d’Wasserleitung grad repariert wird und abgesperrt sei muaß“.
Notfalls können ihn ja beim nächsten Mal seine männlichen Mitstreiter, Geschäftstellenleiter Siegfried Ketterl und Harald Frisch vom Bauamt erinnern, die Dame rechtzeitig zu informieren. (ink)
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